Mehr als 60 Jahre Schachklub Markdorf
Schachklub Markdorf 50 Jahre 2008 (.pdf)
1958 - Gründung
Der Schachklub Markdorf wurde im Jahre 1958 gegründet.
Am 30. November fand die Gründungsversammlung im Gasthaus "Walser" statt,
nachdem eine Gruppe schachbegeisterter Markdorfer Bürger während einer
Fernsehübertragung von der Schacholympiade in München spontan den Entschluß
gefaßt hatte, das königliche Spiel in Markdorf populär zu machen.
Zu den Gründungsmitgliedern zählten Karl Busch, Walter Funk,
Herrmann Grohlig, Hugo Jochum, Georg Jonda, Georg Kahlert, Werner Kraus, Kurt Labor,
Willy Landgraf, Erich Lorenz, Kurt Rühl, Franz Schmid, Rudolf Schneider,
Hans und Josef Waggershauser. Dem Gründungsvorstand gehörten als 1. Vorsitzender
Walter Funk, 2. Vorsitzender Karl Busch, Schriftführer Erich Lorenz,
Kassierer Kurt Rühl und als Spielführer Rudolf Schneider an.
Das Bild entstand 1978 anläßlich des 20jährigen Klubjubiläums.
Es zeigt einige Gründungsmitglieder des Schachklubs Markdorf,
v.l.n.r. J.Waggershauser, Kahlert, H.Waggershauser, Busch, Jochum, Grohlig,
Funk, Landgraf, Rühl, und Labor.
Seit 1982 ist der Schachklub Markdorf "e.V." - eingetragener Verein.
1958-1973 - Anfangsjahre
Bis zum Jahre 1973 starteten die Markdorfer im Badischen Landesverband. Doch wegen
der geographischen Randlage, der damit verbundenen langen Fahrten, und oft
ungünstigen Straßenverhältnisse erfolgte 1973 der Übertritt zum
Württembergischen Landesverband, wo die 1. Mannschaft in der Bezirksklasse startete.
Im 2. Anlauf wurde 1975 der Ausfstieg in die Landesliga geschafft, doch
folgte nach einem Jahr gleich wieder der Abstieg in die Bezirksklasse.
Gerade rechtzeitig zum 20jährigen Jubiläum gelang 1978 der erneute Aufstieg in die
Landesliga.
Ende der 1970er - Großer Aufschwung
Nahm man noch bis zur Saison 1977/78 mit nur zwei Mannschaften am
Verbandsspielbetrieb teil, wobei die 1.Mannschaft in der
Bezirksklasse spielte, so erlebte das Markdorfer Schach Ende
der siebziger Jahre einen großen Aufschwung. Maßgeblich
verantwortlich dafür war eine hervorragende Jugendarbeit von
Falko Walther mit einer schachbegeisterten Jugend, wobei
besonders die Brüder Rainer und Rudi Widmann, Harald Tillman,
Stefan Kastner und Dieter Knödler zu nennen sind.
Der 1.Mannschaft gelang 1979 der Aufstieg in die Landesliga. Die
Mitgliederzahlen stiegen und in der folgenden Saison wurde eine
dritte Mannschaft aufgestellt. Im Jahre 1981 folgte dann eine
vierte Mannschaft und von 1984 bis 1996 beteiligten sich
schließlich fünf (8er) Mannschaften am Verbandsspielbetrieb.
1982 - Aufstieg in die Oberliga
Durch den glücklichen Umstand, daß der ehemalige Spitzenspieler
von Friedrichshafen Dr. Johannes Schröder nach Markdorf umzog,
konnte ein weiterer Erfolgsgarant für den Verein gewonnen
werden. Mit Dieter Borkhart, einem Oberliga erfahrenen Spieler
aus Stuttgart und alten Schulfreund von Rainer Widmann, war
dann eine Mannschaft komplett, die in der Saison 1981/82 in der
Landesliga ihre Gegner geradezu deklassierte. Im Schnitt wurde
jeder Mannschaftskampf mit 6½:1½ gewonnen. Aus dieser Saison
resultiert auch der bisher einzige am Brett ausgespielte 8:0
Erfolg einer Markdorfer Mannschaft.
Rudi Widmann beim Simultanschach in Friedrichshafen gegen Großmeister
Viktor Kortchnoi im Jahr 1982 umringt von einer Schar von Kiebitzen.
In der Saison 1982/83 stieß dann noch das damalige
oberschwäbische Jugendschachtalent Markus Baldauf aus
Lindenberg i.A. zur Mannschaft. Der beste Ingodurchschnitt der
ersten 8 Bretter aller Verbandsligamannschaften ließ zwar
einiges erhoffen, doch daß man mit 16:0 Punkten ungeschlagen in
die Oberliga aufsteigen würde, kam dann doch für manche etwas
überraschend. Lange Zeit lieferte man sich mit Tuttlingen ein
Kopf an Kopf Rennen, doch schließlich hatten die Markdorfer im
Schlußspurt den längeren Atem, und schon nach dem vorletzten
Spieltag stand der Aufstieg fest.
Ein weiterer großer Erfolg war 1983 der erstmalige Einzug ins
Württembergische Endspiel um den 4er Mannschaftspokal. Zwar
ging das Endspiel gegen den Oberligisten SV Marbach deutlich
verloren, doch war man durch die Endspielteilnahme für die
Runde auf Bundesebene spielberechtigt. Nach einem Sieg gegen
den SV Landshut, schied man schließlich etwas unglücklich gegen
den SC Bamberg aus.
Dieter Knödler bei der 37. Deutschen Jugendmeisterschaft 1983
in Ganderkesee bei Bremen. Die Partie gegen D.Pirrot, der heute in der
1.Bundesliga spielt, endete nach langem Kampf Remis. Dieter erreichte
damals unter 18 Teilnehmern einen beachtlichen 9.Platz.
Ohne Respekt vor etablieren Oberligamannschaften gelang der
frei aufspielenden Mannschaft aus der schachlichen Provinz in
der Saison 1983/84 beinahe ein weiterer Durchmarsch, doch
schließlich blieb am Ende nur der undankbare 2. Rang. Dieser
berechtigte damals allerdings zu einem Stichkampf gegen den
bayrischen Oberligavertreter aus Regensburg um den Aufstieg in
die 2. Bundesliga. Leider konnte dann bei dem in Ulm
stattfindenden Kampf nicht die beste Mannschaft aufgeboten
werden, teilweise mangelnde Erfahrung und vor allem Nerven
taten dann ihres zur knappen Niederlage bei.
Trotz oder gerade wegen der kleinen Enttäuschungen im Vorjahr
stürzte man sich in der Spielzeit 1984/85 mit neuem Elan und
Hoffnungen auf die Gegner. In einer der aufregendsten
Spielzeiten landete man schließlich erneut auf dem 2.
Tabellenplatz. Diesmal gab es leider keinen Stichkampf und
besonders bitter war, daß die direkte Begegnung gegen den
erstplatzierten SV Marbach äußerst knapp und unglücklich mit
4½:3½ verloren ging. Dieser Kampf wird wohl noch lange im
Gedächtnis der Markdorfer bleiben, da ein Protestfall dabei
eine entscheidende Rolle gespielt hat. Dieter Borkhart hatte
nämlich beim Spielstand von 3½:3½ einen angeblich
unleserlichen Abgabezug notiert, worauf der Marbacher
Schiedsrichter die Partie als verloren für Markdorf wertete.
Nach dem Einspruch Markdorfs widerruf das
Verbandsschiedsgericht die Schiedsrichterentscheidung, und die
Partie wurde nach der für den Markdorfer günstigeren
Abbruchstellung fortgesetzt. In Gewinnstellung führte
schließlich ein grober Schnitzer von Dieter Borkhart doch noch
zum entscheidenden Partieverlust. Schon ein Remis hätte genügt
und Markdorf wäre an Stelle von Marbach in die 2. Bundesliga
aufgestiegen.
Mannschaftskampf Markdorf - Stuttgart/Cannstatt:
Rudi Widmann (links) und Dieter Knödler am Zug.
Die Spielsaison 1985/86 kennzeichnete einen kleinen Umbruch in
der 1.Mannschaft. Aufgrund berufs- und studienbedingten
Belastungen zogen sich Dieter Borkhart und Rainer Widmann aus
der Mannschaft zurück, Markus Baldauf konnte nur zweimal
eingesetzt werden. Dem Umstand, daß eine gute Mannschaft
gewöhnlich weitere gute Spieler anzieht, hat es Markdorf zu
verdanken, daß nach den erfolgsverwöhnten Jahren nicht ein
jäher Absturz erfolgte. Aus Ravensburg stieß mit Albrecht
Weidel ein oberschwäbischer Spitzenspieler zur Mannschaft, der
in den folgenden Jahren immer solide Leistungen liefern sollte.
Jungtalent Ferdinand Stoll aus Kißlegg nutzte die ihm gebotene
Gelegenheit sich mit 6 aus 6 für höhere Ziele vorzubereiten. Am
Ende einer durchwachsenen Oberligasaison belegte Markdorf
letztendlich den 4. Platz.
Die Spielzeit 1986/87 leitete ein kleines Zwischentief ein.
Die Abgänge von Ferdinand Stoll und Markus Baldauf rissen ein
schweres Loch in die Spielstärke der 1.Mannschaft, welches auch
die nachdrängende Markdorfer Jugend mit Sonja Schröder und
Thomas Weiß nicht ganz stopfen konnte. Nach einer glücklos
verlaufenden Saison, in der die meisten Spiele nur äußerst
knapp verloren gingen, hieß es dann: Abstieg in die
Verbandsliga.
Verstärkung erhielt die 1.Mannschaft 1987 durch Wolfgang
Seifried, einem Spitzenspieler aus der nahen Umgebung
Markdorfs. Spieler aus der 2. Mannschaft rückten in die
1.Mannschaft und die Markdorfer Jugend wurde jetzt durch
Michael Schröder vertreten. Aber die Hoffnungen auf einen
sofortigen Wiederaufstieg wurden gleich beim ersten
Mannschaftskampf jäh gebremst. Der weitere Saisonverlauf stand
dann eher im Zeichen der Konsolidierung, am Ende blieb Platz 4.
Zwar gelang 1988 zum zweiten Mal der Einzug ins
Württembergische Endspiel im 4er Mannschaftspokal, doch einmal
mehr ging der Finalkampf verloren, diesmal gegen Stuttgart-
Wolfbusch. Dafür schlug man gleich in der ersten Runde auf
Bundesebene die Schachfreunde aus Karlsruhe. Der folgende Kampf
gegen den SV Hof war an Dramatik kaum zu überbieten. Nach 6
Stunden Spielzeit führte Markdorf mit 1½:½ Brettpunkten, die
beiden restlichen Partien mußten gemäß dem Reglement jedoch
abgebrochen und zur Abschätzung eingeschickt werden. Eine
Partie wurde als Remis, die andere als verloren für Markdorf
bewertet. Der Endstand von 2:2 bedeutete aber aufgrund Berliner
Wertung trotzdem das Aus für Markdorf.
Ein erfreulicher Höhepunkt in der Spielzeit 1987/88 war der
Aufstieg der aus vielen Jugendspielern bestehenden 2.Mannschaft
in die Landesliga, wo sie sich einige Jahre mit gutem Erfolg
behaupten konnte.
Ab der Saison 1988/89 kämpfte der in Markdorf arbeitende
Spitzenspieler Jürgen Längl für Markdorf um Punkte. Mit
hochmotivierten Spielern gelang schließlich mit 15:3
Mannschaftspunkten der Aufstieg in die Oberliga.
Auf dieser Aufstiegswoge reitend gelang 1989 erneut der Einzug
ins Württembergische Endspiel im 4er Mannschaftspokal und
diesmal gewann man gegen Stuttgart-Fasanenhof überzeugend.
Einen schachlichen Leckerbissen bot 1989 die
Simultanveranstaltung von Großmeister Dr. Robert Hübner an 40
Brettern. Fünf Spieler remisierten gegen GM Hübner und seine
drei einzigen Niederlagen mußte der Großmeister gegen die
Markdorfer Ernst Muchalla, Thilo Kohler und Dieter Knödler
hinehmen.
Wenige Wochen nach dieser Veranstaltung empfing Markdorf in der
ersten Runde auf Bundesebene im 4er Mannschaftspokal den
mehrmaligen Deutschen Meister Bayern München. Als ob die
Simultanveranstaltung eine Warnung gewesen wäre, lies Bayern
München mit GM Hübner, IM Bischoff, GM Hecht und Reich nichts
anbrennen. Den Ehrenhalbenpunkt erkämpfte sich Dr.Schröder
gegen IM Bischoff an Brett 2.
Das Bild entstand 1989 in der 1.Runde des 4er Mannschaftspokal Wettbewerbs
auf Bundesebene gegen Bayern München.
Im Vordergrund GM Dr. Robert Hübner (links) und Dieter Knödler bei
der Analyse. Im Hintergrund sieht man am 2. Brett Dr. Johannes Schröder
(rechts) in seiner Partie gegen IM Klaus Bischoff (verdeckt)
Der Zuzug des NRW-Liga erfahrenen Hans Marzik verstärkte die
Markdorfer 1.Mannschaft in den folgenden Jahren, in welchen
sich die Markdorfer als solide Oberligamannschaft etablieren
konnte. Der große Enthusiasmus und die Erfolge der Anfangsjahre
schienen sich allerdings nicht mehr einstellen zu wollen. Die
Saison 1989/90 endete mit einem 3. Platz, ebenso wie die
Spielzeit 1990/91.
Traurig war 1991 der Abstieg der 2.Mannschaft in die
Bezirksklasse, welcher den Abstand zwischen erster und zweiter
Mannschaft wieder größer werden lies.
Obwohl mit Wolfgang Konle ein starker Oberligaspieler von
Stuttgart-Wolfbusch zum Verein kam, war die Saison 1991/92
gekennzeichnet durch Abstiegsängste. Denn andere
Oberligamannschaften hatten sich in den vorangegangenen Jahren
teilweise duch IM's und GM's verstärkt. Am Ende erreichte
Markdorf noch den rettenden siebten Schlußplatz.
Die Saison 1992/93 war erneut durch Spielerwechsel
gekennzeichnet. Albrecht Weidel kehrte etwas Oberliga müde
geworden zu seinem Heimatverein Ravensburg zurück. Hans Marzik
zog berufsbedingt in den Norden Deutschlands und Wolfgang Konle
mußte ebenfalls berufsbedingt vom Schachspiel etwas mehr
Abstand nehmen. Ausgeglichen wurde dies allerdings durch ein
zweijähriges Gastspiel von Schachglobetrotter Holger Namyslo
aus Biberach und dem Zuzug von Hergen Scheck.
Mit einem ausgeglichenen Punkteverhältnis endete die Saison für
Markdorf auf dem 6. Platz.
Die Saison 1993/94 beendete vorläufig die Präsenz von Markdorf
in der Oberliga Württemberg. Nachdem einige Spieler nicht zu
ihrer gewohnten Form fanden, besiegelte ein schwerer Einbruch
der Mannschaftsleistung in der zweiten Saisonhälfte den
Abstieg.
Als kleines Trostpflaster wurde Markdorf 1994, wie auch in den
folgenden drei Jahren, 4er Mannschaftpokalsieger von
Oberschwaben, doch auf Württembergischer Ebene konnte man keine
Bäume mehr ausreißen.
Sehr erfreulich hingegen war der Aufstieg der 2.Mannschaft in
die Landesliga, wie so häufig getragen von der Markdorfer
Jugend.
Der Abstieg der 1.Mannschaft in die Verbandsliga war begleitet
von einigen Sielerabgängen: Holger Namyslo zog es zurück nach
Biberach, Hergen Scheck und Wolfgang Seifried verschlug es
berufsbedingt in andere Teile Deutschlands. Trotzdem spielte
man in der Saison 1994/95 lange Zeit um den Aufstieg mit, doch
im letzten Spiel verlor man enttäuschend gegen nur sechs
Lindenberger Spieler. Am Ende blieb nur Platz 4.
Die Spielzeit 1995/96 begann mit einer vielversprechenden
ersten Hälfte. Nach einem schweren Ausrutscher gegen WD Ulm
blieb man zwar im weiteren Saisonverlauf Ravensburg auf den
Fersen, doch es reichte nur noch zum dritten Schlußrang.
Nachdem einige der vielversprechenden Markdorfer Jugendspieler
wegen Studium oder Zivildienst nicht mehr verfügbar waren, und
damit die erhoffte Spielstärke nicht aufgeboten werden konnte,
blieb in der Spielzeit 1996/97 nur ein 6. Platz im Mittelfeld.
Der Abstieg der 2.Mannschaft aus der Landesliga und der
3.Mannschaft aus der Kreisklasse waren eine weitere traurige
Konsequenz der vielen Spielerabgänge in den vorangegangenen
Jahren.
1998 - Abstieg in die Landesliga
Ganz besonders bitter kam es aber für Markdorf in der Saison
1997/98. Mit Jürgen Längl verließ ein langjähriger
zuverlässiger Punktesammler den Verein,
Aufstellungsschwierigkeiten schwächten die 1.Mannschaft
zusätzlich und schließlich konnten wichtige Spiele nicht
gewonnen werden. Als Folge daraus stand schon nach dem
vorletzten Spieltag der Abstieg in die Landesliga fest.
Zum 40-jährigen Vereinsjubiläum wurde Anfang September 1998 zum ersten Mal
das Gehrenberg Schnellschachopen veranstaltet. Mit 68 Teilnehmern,
einem GM und einigen IM am Start, war das Turnier sowohl quantitativ als auch
qualitativ gut besucht. Den ersten Preis holte sich mit 6.5
Punkten (aus 7 Partien) souverän der grosse Turnierfavorit GM V. Epischin.
In den Spielzeiten 1998/99 und 1999/2000 spielte die 1. Mannschaft
dank des Neuzugangs von Dr. Florian Gagel immer an der Spitze mit.
In der Saison 1998/99 musste man sich nur Langenau knapp geschlagen geben.
In der Saison 1999/200 wurde die Landesliga von Post SV Ulm II klar dominiert.
Für die Markdorfer blieb auch nur wieder der undankbare 2. Platz.
Das im September 2000 zum dritten Mal durchgeführte Schnellschachopen erfuhr duch
die finanzielle Unterstützung unseres Schachfreundes M. Bendel ein Namensänderung
und wird jetzt jährlich unter dem Namen Bendel Telepoint Schnellschachopen
durchgeführt.
..und Wiederaufstieg in die Verbandsliga
Mit unveränderter Besetzung gelang dann in der Saison 2000/2001
der Wiederaufstieg in die Verbandsliga in einen spannenden Finale.
Die Auslosung wollte es, daß in der letzten Runde die Mannschafts-
und Brettpunkt gleichen Spitzenreiter der Landesliga, Weiler und Markdorf,
in der direkten Begegnung aufeinander trafen.
In einem spannenden Kampf behielten schließlich die Markdorfer mit 5:3
gegen die mit einem IM und zwei weiteren Verstärkungen angetretenen Gäste
die Oberhand. Erfolgreichste Punktesammler in dieser Saison waren
Dr. Florian Gagel mit 5 Pkt. aus 6 Partien und Thomas Arnold mit 6,5 aus 8.
Kein Glück in der Verbandsliga..
Trotz einem etwas überraschendem Auftacktsieg gegen Biberach in der Saison 2001/02
hatten es die Markdorfer in der Verbandsliga recht schwer. Mit dem Berufsbedingten
Ausfall von Samuel Schindler war die Mannschaft zudem schwächer als im Vorjahr.
Einzig die ersten drei Bretter konnten mit dem Niveau der Spielklasse mithalten
und erreichten einer Erfolgsquote von über 50 Prozent.
Mit etwas mehr Glück hätte man sich vielleicht halten können, doch
schliesslich mussten die Markdorfer mit dem letzten Platz vorlieb nehmen und
den Abstieg in die Landesliga antreten.
Ein kleines Trostpflaster war im Jahr 2002 der Gewinn des Oberschwäbischen
Titels im 4-er Mannschaftspokal.
Kleines Kuriosum am Rande: In diesem Jahr hatten sich nur zwei Mannschaften aus
Oberschwaben zu diesem Wettbewerb angemeldet!
Auf Württembergischer Ebene kam dann aber gegen HP Böblingen auch gleich das Aus.
Zurück in der Landesliga strebte die 1. Mannschaft in der Saison 2002/03 gleich
wieder den Aufstieg an. Nach einem Dämpfer gegen Ravensburg waren die Aussichten
jedoch geschwunden. Gegen wen sollte Ravensburg noch Punkte verlieren?
Doch diese zeigten am Ende Nerven und nach der vorletzten Runde lag Markdorf an
der Tabellenspitze, Punktgleich mit Ravensburg, aber mit einem halben Brettpunkt
mehr. Die Aussichten für den Aufstieg waren gut: Markdorf hatte in der letzten
Runde den vermeintlich leichteren Gegner Mengen und Ravensburg musste gegen
Jedesheim antreten, die sich langsam auf den dritten Platz vorgeschobenen hatten.
Aber das Unerwartete passierte. Jedesheim gewann knapp gegen Ravensburg und
Markdorf verlor durch einige grobe individuelle Fehler gegen Mengen. Damit
war Jedesheim der lachende Dritte und Aufsteiger.
Einen besseren Erfolg bescherte dem Verein die 2. Mannschaft, die in der
Kreisliga mit 12:2 Mannschaftspunkten und einem deutlichen Vorsprung vor Weiler
den Aufstieg in die Bezirksliga schaffte.
Die Saison 2003/04 versprach keine grossen Erfolge für die Markdorfer
Mannschaften. In der 1. Mannschaft stand F. Gagel aus beruflichen Gründen
und C. Dönitz durch ein Auslandstudienjahr nicht zur Verfügung.
Bedingt durch diesen Spielermangel konnte seit über zwanzig Jahren auch keine
4. Mannschaft mehr aufgestellt werden.
Für die 1. Mannschaft war ein Aufstieg damit ziemlich unwahrscheinlich
und die Chancen der 2. Mannschaft auf den Klassenerhalt waren leider auch gering.
Schliesslich erreichte die 1. Mannschaft in der Landesliga einen soliden
Mittelplatz und die 2. Mannschaft musste gleich wieder den Abstieg antreten.
Ein schachlicher Höhepunkt der Saison war die Ausrichtung der
Oberschwäbischen Einzelmeisterschaften vom 20.-23. Mai 2004 in Markdorf.
In der Stadthalle Markdorf fanden Schachspieler aus ganz Oberschwaben
4 Tage lang hervorragende Spielbedingungen vor.
OSEM 2004: Bericht und Ergebnisse
Saison 2004/05: Zurück in die Verbandsliga
Nach der Rückkehr von Florian Gagel und Christian Dönitz machte sich die
1. Mannschaft in der Saison 2004/05 berechtigte Hoffungen auf den Aufstieg,
nachdem gleich zu Saisonbegin die Schachfreunde aus Ravensburg knapp
geschlagen wurden.
Obwohl von den weiteren Kämpfen manche nur knapp gewonnen wurden, hatte man
am Ende mit 17:1 Mannschaftspunkten die Nase vor den ständigen Verfolgern
aus Ravensburg. Fleissigster Punktesammler war Hans-Ulrich Östreicher
mit 6,5 aus 9.
Mannschaftsmeister der Landesliga 2004/05:
v.l.n.r, hintere Reihe: Christian Zdzuj, Dr. Florian Gagel,
Christian Dönitz, Hans-Ulrich Östreicher
vordere Reihe: Dr. Dieter Knödler, Zlakto Jurisic, Thomas Arnold,
Dr. Johannes Schröder
Die 2. Mannschaft belegte nach ihrem Abstieg gleich
einen ausgezeichneten 2. Platz in der Kreisliga. Gegen die souverän
aufspielenden Schachfreunde aus Wetzisreute war ein Wiederaufstieg leider
nicht drin. Hans-Erwin Schmidt lieferte mit 5 aus 6 seinen Beitrag
zum guten Abschneiden der Zweiten. Die 3. Mannschaft hatte, wie fast schon üblich, mit vielen
Ersatzproblemen zu kämpfen und landete in der A-Klasse auf
einem soliden Mittelplatz.
Für die 1. Mannschaft brachte die Saison 2005/06 überraschende Erfolge
in der Verbandsliga. Obwohl nach DWZ Durchschnitt eher dem hinteren Drittel
zugeordnet, zeigte die Erste ausgezeichnete Leistungen.
Zeitweise lag man zusammen mit Biberach sogar an der Tabellenspitze.
Generell hatte die Verbandsligasaison sehr viele Überraschungen zu bieten.
Es konnte fast jede Mannschaft jede schlagen. So blieb die Aufstiegsfrage
offen bis zur letzten Runde. Vor der letzten Runde lag Markdorf I
mit 10 Mannschaftspunkten auf Platz 3 hinter Biberach und Pfullingen mit je 11.
Niemand erwartete, dass beide Spitzenreiter ihre letzten Kämpfe verlieren
würden. So kam es, dass Markdorf I den Ausfall von drei Stammspielern
aufzugleichen hatte und schliesslich nur mit 7 Mann auswärts in Bebenhausen
klar verlor. Die Überraschung war am Abend gross, als bekannt wurde, dass
Biberach und Pfullingen ihre Spielen verloren und Tübingen als lachender
Vierter schliesslich in die Oberliga aufsteigt.
Trotzdem ist der 5. Tabellenplatz für Markdorf I ein Erfolg,
den vor der Saison niemand erwartet hatte.
Besonders hervorzuheben ist die Leistung von Florian Gagel, der mit 8 Punkten
aus 9 Partien das beste Einzelergebnis aller Spieler in der Verbandsliga erzielte.
Fast ähnlich erging es Markdorf II.
Vor der letzen Runde sogar an der Tabellenspitze hätte ein knapper Sieg
zum Aufstieg genügt. Doch zum letzten Mannschaftskampf gegen Friedrichshafen II
musste auf das "Ebnersche Familientrio" aus beruflichen Gründen verzichtet werden.
Ersatzgeschwächt ging der Mannschaftskampf dann schliesslich auch
verloren. Trotzdem ist der 2. Tabellenplatz ein sehr ordentliches Ergebnis.
Die 3. Mannschaft hatte in dieser Saison überhaupt kein Glück.
Der letzte Tabellenplatz spiegelt nicht das wirkliche Leistungsvermögen
der Mannschaft wider.
Es bleibt zu hoffen, dass die Dritte in der nächsten Saison mit weniger
Aufstellungsproblemen zu kämpfen haben wird, denn in der B-Klasse wird
seit einigen Jahren nur mit 6er Mannschaften gespielt.
Ein ausserordentliches Erlebnis für viele Vereinsmitglieder war die Teilnahme
an der Veranstaltung "Baden-Württemberg spielt" am 9.4.2006
im Neuen Schloss in Meersburg. Bei dieser Werbeveranstaltung für Spiele
aller Art zeichnete sich der SK Markdorf für Schach verantwortlich.
"Simultan am laufenden Band" und ein Schachpreisrätzel wurden von einem
unerwartet grossen Publikum sehr positiv aufgenommen.
Ausführlicher Bericht
Mit einer deftigen 2:6 Auftaktniederlage gegen Pfullingen startete Markdorf 1
in die Saison 2006/07, wobei auf die zwei Stammspieler F.Gagel und C.Döntz
verzichtet werden musste. Nach einer erneuten Niederlage gegen den späteren
Aufsteiger Ebersbach gelang endlich in der dritten Runde ein knapper Sieg gegen
Esslingen, zwei wichtige Mannschaftspunkte gegen den Abstieg. Mit weiteren
Siegen gegen Kirchheim und Langenau schien das Abstiegsgespenst erst mal
gebannt. Doch mit einer enttäuschenden Leistung und Niederlage gegen das
nominell schwächere Spaichingen kamen die Abstiegsängste wieder auf. Mit
vollem Einsatz konnte aber schliesslich mit Siegen gegen Biberach und
Bebenhausen 2 der Klassenerhalt gesichert werden. Auch eine deutliche Niederlage
in der Schlussrunde gegen Jedesheim änderte daran nichts.
Die 2. Mannschaft erreicht in der Kreisklasse einen guten Mittelplatz. Die 3.
Mannschaft hatte nach dem Abstieg in der B-Klasse erst mal die Aufgabe einen
freien Fall nach unten zu verhindern. Schliesslich bremste man sich auf einem
Platz im Mittelfeld ein.
Die Saison 2007/08 begann für die 1. Mannschaft sehr erfreulich. Gleich in
der ersten Runde wurde der Aufstiegsfavorit Langenau überraschend geschlagen
und das mit drei (!) Ersatzspielern. Matchwinner waren Hans-Erwin Schmidt mit
einem überraschenden Sieg gegen Schneider, sowie Ernst Heinrich mit einem Remis
gegen seinen 350 DZW Punkte stärkeren Gegner.
Obwohl mit voller Mannschaft angetreten, wurde in der 2. Runde
etwas überraschend auch noch Jedesheim geschlagen,
eine der nominell stärksten Mannschaften der Verbandsliga.
In der 3. Runde endete dann die Glücksträhne gegen Pfullingen.
Erneut wieder mit drei Ersatzspielern angetreten gelang diesmal keine
Überraschung. Nach einem diesmal klaren Sieg gegen Spaichingen folgte eine
knappe Niederlage gegen den späteren Aufsteiger Deizisau.
Nach dem knappen Sieg gegen Balingen war dann auch von Abstieg keine Rede mehr.
Trotz, oder gerade wegen, zwei Ersatzspielern schlug man noch Ravensburg
deutlich. Als ob diese Saison die Stunde der Ersatzspieler sein sollte,
musste in der letzten Runde mit vier Ersatzspielern aber noch eine
deftige Abschlussniederlage hingenommen werden.
Die 2. Mannschaft musste in dieser Saison hart kämpfen,
um den Klassenerhalt zu schaffen. Mit dem 5. Platz in der Kreisliga
konnte man am Schluss zufrieden sein.
Der 4. Rang der 3. Mannschaft in der B-Klasse haben die Markdorfer ebenfalls
ihren Ersatzspielern zu verdanken.
2008 - 50-jähriges Jubiläum
Das Jahr 2008 war gekennzeichnet durch das 50-jährige Vereinsjubiläum.
Der Vereinsausflug führte den Schachklub Markdorf unter der Führung
von Organisator Rudi Eizenhöfer nach Konstanz. Obwohl das Wetter nicht ganz
optimal war, kam die Stadtführung bei allen Teilnehmern gut an. Selbst der
1.Vorsitzende, der schon seit mehr als 20 Jahren in Konstanz wohnt, konnte hier
noch so manch Interessantes erfahren.
Und hier gibt es einige Bilder zum Vereinsausflug.
Am Samstag, 4.Oktober 2008 führte der Schachklub im Einkaufszentrum PROMA in
Markdorf eine Schachveranstaltung für Jedermann durch. Bei einem "Simultan
am Laufenden Band" spielte ein Mitglied des Schachklubs gegen mehrere
Gegner gleichzeitig. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten jederzeit an
einem freien Brett Platz nehmen, um sich mit dem Simultan Spielenden zu messen.
Zusätzlich waren bei einem Schachrätsel Wettbewerb attraktive Preise zu
gewinnen. Die Teilnahme war kostenlos. Die Publikumsresonanz bewegte sich im
Rahmen der Erwartungen. Allen Helfern, die zu dieser gelungenen Veranstaltung
beigetragen haben sei herzlichst gedankt.
Bilder gibt es in der Bildergalerie.
Zur Jubiläumsfeier am Sonntag, den 16.11.2008 trafen sich die Mitglieder des
Schachklubs mit Begleitung zum Brunch im Restaurant "Krone" in
Roggenbeuren. Die Beteiligung war erfreulich gross. Ob dies an der Tagezeit lag,
oder daran, dass das Essen vom Schachklub übernommen wurde bleibt offen. Auf
jeden Fall scheint es allen ganz gut gefallen zu haben.
Im Gegensatz zur vorangegangenen Saison war der Start in die Saison 2008/09
denkbar schlecht. Nach einer Startniederlage gegen Esslingen folgte eine bittere
Niederlage gegen Rangendingen wobei erneut drei Ersatzspieler zum Einsatz
kommen mussten, dieses Mal allerdings mit weniger Glück. Fast schon mit dem
Rücken zur Wand stehend konnte dann aber Jedesheim knapp und glücklich besiegt
und wichtige Mannschaftspunkte gegen den Abstieg gesichert werden. Ein
Unentschieden gegen Nürtingen machte allerdings die kritische Mannschaftslage
erneut deutlich. Es folgte eine deutliche Niederlage gegen nur sieben Spieler
aus Langenau und nach der anschließenden katastrophalen 7:1 Schlappe in
Pfullingen fand sich die 1.Mannschaft auf einem Abstiegsplatz wieder. Nur die
Tatsache, dass PSV Ulm 2 und Esslingen genauso schlecht waren, lies gewisse
Hoffnungen auf Rettung offen. Mit erneut zwei Ersatzspielern gelang dann ein
wichtiger Sieg gegen Biberach, die damit ihre Aufstiegsambitionen begraben
mussten. Mit neuer Hoffnung und voller Mannschaftsstärke trotzte man dem
späteren Aufsteiger Ebersbach ein Unentschieden ab, war aber immer noch in
Abstiegsgefahr. Doch vor der letzten Runde hatte man das Glück des Tüchtigen:
Aufgrund der Tabellensituation in der 2.Bundesliga und Oberliga würden nur zwei
Mannschaften aus der Verbandsliga Süd absteigen. Auch durch die
Abschlussniederlage gegen PSV Ulm 2 konnte Markdorf nicht mehr vom rettenden
drittletzten Rang verdrängt werden.
Die 2.Mannschaft erreichte einen sehr guten 2.Rang in der Kreisliga, die von
Ravensburg 2 klar dominiert wurde.
Einen soliden 4.Platz im Mittelfeld errang die 3.Mannschaft in der B-Klasse.
Ein schachlicher Höhepunkt war die Ausrichtung der Oberschwäbischen Bezirks
Einzelmeisterschaft 2009 in Markdorf. Vier heisse Tage lang war die Stadthalle
in Markdorf von Schachspielerinnen und Schachspielern aus Oberschwaben bevölkert.
Im A-Turnier sicherte sich Lokalmatador Dieter Knödler den Titel. Im B-Turnier
konnte sich Roman Zeller aus Friedrichshafen unangefochten den Siegerpokal
sichern. Den Titel der Bezirksmeisterin erspielte sich Marina Heil aus
Wetzisreute. Bester Senior im B-Turnier war Bozo Starcevic aus Tettnang, bester
Jugendlicher und gleichzeitig dritter in der Gesamtwertung des B-Turnier war
Florian Hörsch aus Langenau.
Bericht und Ergebnisse der OSBEM 2009
In diesem Jahr verzichtete der Schachklub auf die Teilnahme beim Stadtfest,
nicht nur aufgrund der Durchführung der Bezirksmeisterschaften, sondern auch
wegen der zunehmend schwieriger werdender "Helfersituation".
Die Saison 2009/10 begann für die 1.Mannschaft in der Verbandsliga
mal wieder sehr erfolgreich. Den Siegen gegen WD Ulm und Langenau
folgte zwar eine knappe Niederlage gegen Nürtingen, aber mit dem
anschliessenden Sieg gegen den Aufstiegsanwärter Pfullingen 1
waren alle Abstiegsgespenster bereits vertrieben.
Die Saison bendete Markdorf nach einer peinlichen Niederlage
in der Schlussrunde gegen Pfullingen 2 auf einem ungefährdeten 4.Platz.
Markdorf 2 konnte sicher dem Abstieg aus der Kreisliga entrinnen.
Die 3.Mannschaft verpasste in der B-Klasse nur knapp den Aufstieg.
Punktgleich mit Weiler 2 lag man nur durch die Brettpunkte zurück.
Die Vereinsmeisterschaft endete in dieser Saison mit eine Überraschung.
Nachdem fast Jahrzehnte lang Hannes Schröder und Dieter Knödler
die Meisterschaft unter sich ausgemacht hatten,
gelang es diesmal Christian Zdzuj den Meistertitel zu erringen.
Eine fast noch grössere Überraschung war der 3. Platz von Mark Regel.
Einen weiteren Erfolg für den Verein verbuchte Dieter Knödler.
Bei den Oberschwäbischen Einzelmeisterschaften 2010 in Jedesheim
konnte er seinen Titel mit 5.5 Punkten aus 7 Partien verteidigen.
Allerdings war es diesmal denkbar knapp, denn auf Platz 2 landete
punktgleich das Jedesheimer Jungtalent Jaroslaw Krassowizkij,
der nur die etwas schlechtere Feinwertung aufwies.
Das 13. Gehrenberg Schnellschachopen am 1.8.2010 konnte mit einem
Teilnehmerrekord aufwarten.
91 Teilnehmer, einer mehr als im bisherigen Rekordjahr 2007,
fanden sich in Markdorf zu einem auch qualitativ sehr gut besetzten Turnier ein.
Hier gibt es die
ausfühlichen Ergebnisse.
Am grünen Tisch dem Abstieg entkommen
Die Saison 2010/11 war für die 1.Mannschaft sehr schwierig.
Aufgrund Krankheit und Beruf fehlten bewährte Stammkräfte.
Etwas ausgeglichen wurde dies durch das sehr gute Resultat von Robert Savic,
der mit 5.5 Punkten einer der Topscorer der Mannschaft war.
Aber unter dem Strich war auch das zu wenig.
Etwas Pech in einigen wichtigen Kämpfen führte schliesslich nur zu Platz 8,
was eigentlich den Abstieg in diese Saison bedeutete.
Um so erfreulicher war dann die Nachricht der Verbandspielleitung,
dass sich der SC Weiler freiwillig aus der Verbandsliga in die Landesliga
zurückzieht und Markdorf deshalb in der Verbandsliga verbleibt.
Die 2. Mannschaft erreichte einen ordentlichen Mittelplatz in der Kreisliga.
Zu Saisonbegin hatte man noch gefürchtet, dass die etwas überalterte Mannschaft
gegen den Abstieg zu kämpfen hat.
Die 3. Mannschaft spielte immer um den Aufstieg mit.
Und seit langer Zeit waren auch mal auch mal wieder zwei Jugendliche in der Mannschaft
mit dabei. Am Ende reichte es leider nur zu Platz 2.
Saison 2011/12: Abstieg aus der Verbandsliga
Nachdem man im Vorjahr aufgrund des Rückzugs einer Mannschaft noch einmal
in der Verbandsliga mitspielen durfte, kam in der Saison 2011/12 nun doch der
Abstieg aus der Verbandsliga für die 1.Mannschaft.
Erneut musste mit Ersatzproblemen gekämpft werden und erneut fehlte in einigen
Matches das Glück. Ganz krass war das Heimspiel gegen Nürtingen,
bei dem es zunächst nach einem klaren Sieg für Markdorf aussah. Dann kippten
aber gleich mehrere Partien und Markdorf verlor schiesslich noch.
Auch gegen vermeintliche Abstiegskandidaten konnte man kaum Punkten,
so dass man am Ende auf dem 9.Platz dem klaren Abstieg ins Auge blicken musste.
Die 2.Mannschaft belegte in der Kreisliga erneut einen soliden Mittelplatz.
Überdurchschnittlich gepunktet hatten dabei aber nur Wolfgang Dönitz
und Norbert Schäfer.
Auch die 3.Mannschaft belegte entgegen aller Befürchtungen
in der A-Klasse einen guten 5.Platz.
Im Vorjahr war man noch in der B-Klasse gestartet. Aufgrund von diversen
Rückzügen einiger Mannschaften konnte die Dritte aber in die A-Klasse aufrücken.
Klaus Ebel und Benjamin Rauscher waren dabei die Top-Scorer der 3.Mannschaft.
Seit vielen Jahren konnte der Schachklub mal wieder eine 4.Mannschaft aufstellen.
Das lag weniger an vielen neuen Mitgliedern, sondern vielmehr daran,
dass die A- und B-Klasse mit 6er Mannschaften spielten.
Der 3.Platz war auch gleich ein toller Erfolg.
Nach 2009 und 2010 konnte sich Dieter Knödler 2011 zum dritten Mal in Folge
die Oberschwäbische Einzelmeisterschaft sichern.
Bei dem in Mengen ausgetragenen Turnier liess er seine Konkurrenz mit 6 aus 7
diesmal deutlich hinter sich.
Das 14. Gehrenberg Schnellschachopen am 7.8.2011 konnte erneut mit einem
Teilnehmerrekord aufwarten.
Mit 108 Teilnehmer überschritt man zum ersten Mal die magische Grenze von 100.
Qualitativ war das Turnier ebenso stark besetzt.
Hier gibt es die
ausfühlichen Ergebnisse.
Saison 2012/13: Sofortiger Wiederaufstieg in die Verbandsliga
Sensationell gelingt der 1.Mannschaft gleich der Wiederaufstieg in die Verbandsliga.
Zu Saisonbegin waren die Aussichten auf einen direken Wiederaufstieg gering,
da mit Weiler ein grosser Konkurrent und Aufstiegsfavorit erwachsen war.
Zunächst lief die Saison ganz ordentlich.
Gegen Weiler konnte man aber die unverhofften Chancen
- Weiler musste auf zwei ihrer Spitzenspieler verzichten - nicht nutzen und kam auswärts
nur zu einem 4:4.
Dann gab es gegen den Abstiegskandidaten Obersulmetingen zu Hause auch nur
ein enttäuschendes 4:4. Als ob man gar nicht aufsteigen wollte,
kam dann in der vorletzten Runde ein weiteres 4:4 gegen den Absteiger Blaustein hinzu.
So warem vor dem letzten Spieltag Weiler und Markdorf punktgleich, wobei Weiler
einen halben Brettpunkt mehr hatte.
Markdorf löste seine Aufgabe gegen PSV Ulm 2 dann jedoch souverän mit 7:1 und Weiler
erreichte nur ein unentschieden gegen WD Ulm.
(Bericht zur zentralen Schlussrunde)
Die 2.Mannschaft belegte in der Kreisliga einen guten 3.Rang. Marc Regel war
hier der erfolgreichste Punktesammler.
In der A-Klasse gelang es der 3.Mannschaft nur knapp dem Abstieg zu entkommen.
Die 4.Mannschaft schlug sich sehr wacker in der B-Klasse.
Mannschaftspunktgleich mit dem Aufsteiger belegten die Markdorfer den 2.Platz.
Die Vereinsmeisterschaft endete mit einer kleinen Sensation:
Zum ersten Mal sicherterte sich Hans-Ulrich Östreicher den Titel.
Die vermeintlich grossen Favoriten hatten dabei das Nachsehen.
Das 15. Gehrenberg Schnellschachopen am 5.8.2012 war von den Teilnehmerzahlen
her leider etwas enttäuschend. Nur 68 Teilnehmer fanden den Weg nach Markdorf.
Hier gibt es die
ausfühlichen Ergebnisse.
Erneut nur noch 3 Mannschaften
In der Saison 2013/14 kann der Verein nur noch 3 Mannschaften aufbieten.
Die Überalterung zeigt hier seine Wirkung, denn einige der älteren Mitglieder
können aus gesundheitlichen Gründen die Mannschaftskäpfe nicht mehr
bestreiten.
Aber es gibt auch Licht am Horizont. In der Jugend können sich zwei Markdorfer
für die Württembergischen Jugendmeisterschaften qualifizieren:
Aikko Wiethoff bei der U12
und Lena Hass bei der U12.
Für die erste Mannschaft war von Anfang an klar,
dass es gegen den Abstieg gehen würde. Doch dann lief die Saison unerwartet gut,
obwohl es nach der Niederlage gegen den Mitabstiegskonkurrenten Hohentübingen
zwischendurch düster aussah. Doch mit einem klaren Sieg gegen Balingen
und einem etwas überraschenden Sieg gegen Tübingen
endete die Saison für Markdorf auf dem guten 4.Rang.
Die zweite Mannschaft belegte in der Kreisliga den 5.Rang, wobei dafür zwei
klare Siege ausreichten.
Markdorf 3 wurde in der A-Klasse leider ohne Mannschaftspunkte Letzter.
Das 16. Gehrenberg Schnellschachopen am 4.8.2013 war mit 91 Teilnehmern
wieder sehr gut besucht, aber die Qualität an der Spitze liess etwas zu
wünschen übrig. Hier gibt es die
ausfühlichen Ergebnisse.
..schon wieder Abstieg
Nachdem die vorangegangene Saison so gut für die Markdorfer lief,
machte man sich auch in der Saison 2014/15 einige Hoffungen auf den Klassenerhalt,
obwohl Markdorf zu den nominell schwächeren Mannschaften zählte.
Aber die ersten fünf Matches gingen alle verloren.
Erst mit den Siegen in Runde 6
und Runde 7
waren wieder Chancen auf den Klassenerhalt vorhanden.
Doch eine erneute Niederlage in Runde 8
gegen Tabellenschlusslicht Fils-Lautern besiegelte
den Abstieg der Markdorfer aus der Verbandsliga.
Markdorf 2 konnte sich mit dem letzten Match gerade noch in der Kreisliga halten.
Markdorf 3 belegte einen Mittelplaz in der A-Klasse.
Das 17. Gehrenberg Schnellschachopen am 10.8.2014 hatte mit 77 Teilnehmern
eine etwas schwache Beteiligung. Dafür gaben sich eininge Titelträger die Ehre.
Ausfühlichen Ergebnisse.
Meister der Landesliga 2015/16
Zurück in der Landesliga war das Ziel für Markdorf 1 der sofortige Wiederaufstieg.
Gleich in der ersten Runde traf Markdorf auf seinen stärksten Konkurrenten
Tettnang. In einem spannenden Kampf
siegte Markdorf etwas glücklich 5:3.
Diesen Vorsprung konnte Markdorf dann bis zum Ende der Saison halten,
obwohl zwischendurch ein 4:4 gegen Langenau 2 die Markdorfer ziemlich nervös werden lies.
Auch am letzten, zentral in Jedesheim ausgetragenen Spieltag der Landesliga,
wurde es gegen Mengen nochmals spannend,
aber auch hier war das Glück den Markdorfern hold
(siehe Bericht).
Markdorf 2 wurde zwar letzter in der Kreisliga, dürfte aber mangels aufstiegswilliger
Mannschaften in der Kreisliga verbleiben.
Markdorf 3 mussten hingegen den Abstieg antreten.
Bei der Jugend machte ein neuer Shooting Star auf sich aufmerksam.
Der 10-jährige Erik Bravo Granström dominierte in seiner Altersklasse klar
und bei der Vereinsblitzmeisterschaft belegte er den sensationellen
dritten Rang.
Das 18. Gehrenberg Schnellschachopen am 9.8.2015 war mit 94 Teilnehmern erneut
sehr gut besucht. Hier gibt es die
ausführlichen Ergebnisse.
Klassenerhalt in Verbandsliga
Mit einem knappen Auftaktsieg gegen Rangendingen
starteten die Markdorf in die Verbandsliga Saison 2016/17.
Das Saisonziel Klassenerhalt wurde am Saisonende schließlich auch nur knapp erreicht.
Eine achter Schlussrang genügte in dieser Saison zum Klassenerhalt.
Markdorf 2 erreichte in der Kreisliga Rang 4. Markdorf 3 beendete die Saison auf dem
6.Rang. Aufgrund der vorhandenen Jugendlichen konnte seit langen auch wieder eine
4.Mannschaft aufgestellt werden. In der B-Klasse landete das Team auf Rang 5.
Die Jugend machte weiterhin von sich Reden.
In der Jugendturnierserie 2016/17
belegten Erik Bravo Granström, sowie Aikko und Lavinia Wiethoff sehr gute Plätze.
Der 11-jährige Erik Bravo Granström gewann sensationell das Vereinsinterne
Holzpokalturnier.
Das 19. Gehrenberg Schnellschachopen
am 7.8.2016 war mit 89 Teilnehmern fast so gut besucht.
Beim 20. Gehrenberg Schnellschachopen
am 6.8.2017 gelang es mit Dieter Knödler seit vielen Jahren wieder mal einem Markdorfer
das Turnier zu gewinnen.
Saison 2017/18: Verbandsliga Intermezzo beendet
Die Saison 2017/18 begann in der Verbandsliga für Markdorf 1
weniger erfreulich, als im Vorjahr.
Erst in der 3.Runde gelang ein erster Punktgewinn mit einem
Sieg gegen Dornstetten-Pfalzgrafenweiler.
Ein überraschender Sieg gegen Reutlingen und ein 4:4 gegen Langenau
genügten aber am Ende nicht für den Klassenerhalt.
Markdorf 2 erreichte in der Kreisliga erneut Rang 4. In der A-Klasse wurde Markdorf 3
nur letzter. Markdorf 4 steigerte sich in der B-Klasse mit einem 3.Schlussrang.
Auch in der Jugendturnierserie 2017/18 belegten die Markdorfer Jugendliche
wieder sehr gute Plätze.
Erik Bravo Granström gewann dieses Mal ganz souverän das Holzpokalturnier.
Die Feiern zum 60-jährige Vereinsjubiläum kamen leider etwas zu kurz.
Lediglich der Preisfond für das
21. Gehrenberg Schnellschachopen
am 5.8.2018 wurde erhöht.
Saison 2018/19
Markdorf 1 hatte sich in der Landesliga den sofortigen Wiederaufstieg zum Ziel
gesetzt, aber der Start war recht ernüchternd.
Bereits in der ersten Runde verlor das Team gegen Lindau.
Auch in den folgenden Runden taten sich die Markdorfer schwer
und standen sich oftmals selbst im Weg.
Gegen den späteren Aufsteiger Mengen gab es nur ein enttäuschendes 4:4.
Nach weiteren unnötigen Punktverlusten, war dann schnell klar, dass
der Aufstiegszug ohne die Markdorfer abgefahren war.
Markdorf 2 erreichte in der Kreisliga erneut den vierten Rang.
Mit einigen Jugendlichen und frischem Wind belegte Markdorf 3 in der A-Klasse
den zweiten Tabellenplatz. Markdorf 4 wurde vierter in der B-Klasse.
Mit einer absoluten Rekordbeteiligung von 128 Teilnehmern
wartete das 22. Gehrenberg Schnellschachopen
am 4.8.2019 auf.
...wird fortgesetzt!
Heute
Der SK Markdorf ist weiterhin aktiv in der Verbandsrunde vertreten und
engagiert sich stark in der Jugendförderung. Das jährliche Gehrenberg
Schnellschachopen gehört zu den Highlights im regionalen Schachkalender.
Geschichten, die das (Schach)Leben schrieb
Trollinger oder die Schachkonzentration
Eine Begebenheit, wie sie sich wohl in jedem Schachverein schon dutzende Male abgespielt haben:
An einem Spielabend im Markdorfer Schachklub - die Vereinsmeisterschaft war
mitten im gange - saßen die Spieler enggedrängt im abgeteilten
Nebenzimmer im Gastaus "Adler", die Bedienung hatte die Bestellung aufgenommen
und brachte das Übliche: Bier, Spezi, Wein. Jedoch blieb ein Glas Rotwein
übrig, als alles verteilt war.
"Wer bekommt den Trollinger?" - keine Antwort.
Hilfreich fragte ein Spieler laut: "Wer hat einen Trollinger bestellt?" - Stille.
Der Wein bleibt stehen. Noch zweimal, als die Bedienung erneut kam, wurde
rundgefragt: "Wer kriegt den Trollinger?" Niemand meldete sich.
Eine halbe
Stunde später hob Schachfreund W. den Kopf vom Brett, vor dem er die ganze
Zeit angestrengt brütend gesessen hatte. "Wo bleibt denn eigentlich
mein Trollinger?" Er war über das Gelächter, das die Frage auslöste
sehr erstaunt.
Seegfrörne
Als im Jahr 1963 das Jahrhundertschauspiel der Seegfrörne den Bodensee
begeh- und gefahrbar machte, traf es sich, daß eine Mannschaft des
Schachklubs Markdorf ein Spiel gegen die Schachvereinigung Konstanz
auszutragen hatte. Einmalig war dabei die Gelegenheit den Konstanzern
zu zeigen, daß man sie - wie Weiland der Reiter über den Bodensee -
trockenen Fußes quer über den See erreichen konnte.
Ein Teil der Markdorfer wagte den Fußmarsch, hatte sich natürlich dabei
aber kräftig verschätzt, was die Zeit anging.
Der Fußmarsch über das Eis dauerte eine gute halbe Stunde
zu lang und die Uhren liefen bereits als die Markdorfer das Spiellokal
erreichten. Beflügelt durch den Trimm-Trab übers Eis, siegten die Markdorfer
doch noch trotz des Zeitrückstandes.