Mannschaftsberichte
2. Mannschaft - Saison 2025/26
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 verpasst knapp eine Sensation
16.4.2026 (hb)
In der letzten Runde ging es für Markdorf 2 um alles: Mit einem 4:4 wäre der Aufstieg in die Landesliga gesichert gewesen. Für Ravensburg stand hingegen nur die Verteidigung eines undankbaren dritten Platzes auf dem Spiel. Die Anspannung war also klar auf Markdorfer Seite zu spüren, und im Vorfeld wurde vereinbart, keine schnellen Remisen ohne Rücksprache mit dem Mannschaftsführer anzunehmen.
Der Kampf begann vielversprechend: Der Gegner von Marius am dritten Brett musste
kurzfristig absagen, so dass Markdorf mit einer 1:0-Führung in den Mannschaftskampf startete.
In dieser Reihenfolge wurden die Ergebnisse erzielt:
- Brett 1 – Thomas Arnold (½–½)
- Thomas geriet mit Schwarz früh unter Druck, verteidigte sich jedoch sehr umsichtig und hielt die Stellung lang im Gleichgewicht. Als er schließlich etwas schlechter stand, nahm er das Remisangebot seines Gegners vernünftigerweise an. Ein solides halbes Brett am Spitzenbrett.
- Brett 8 – Volker Engelhardt (0–1)
- Volker kam bereits aus der Eröffnung heraus in eine schwierige Stellung. Sein Gegner baute den Vorteil Schritt für Schritt aus und verwertete den Punkt, trotz hartnäckiger Gegenwehr von Volker, technisch sauber.
- Brett 7 – Felix Schmidt (0–1)
- Felix hatte von den Brettern 4 bis 8 den mit Abstand stärksten Gegner. Er kämpfte tapfer, konnte aber gegen die deutliche DWZ-Überlegenheit seines Gegners keinen nachhaltigen Widerstand aufbauen. Am Ende setzte sich die größere Erfahrung des Ravensburgers durch.
- Brett 6 – Hermann Ebner (0–1)
- Hermann kam hervorragend aus der Eröffnung und leitete einen starken Königsangriff ein. Er erreichte klaren Vorteil, doch sein Gegner fand eine heimtückische Gegenattacke. Hermann musste seinen König vor die eigenen Bauern stellen, um sich gegen die Drohungen auf der achten Reihe zu verteidigen. Das hätte noch halten können, hätte Hermann nach einem grandiosen Turmopfer auch noch die Springer getauscht. In dieser erzwungenen Abwicklung hätte er das Remis mit Dauerschach sichern können. Stattdessen entschied er sich für eine Fortsetzung, die die Partie mit Matt in zwei Zügen beendete. Denn dabei übersah er das gegnerische Mattmotiv: erst ein Damenschach, dann die entscheidene Mattsetzung mit einem Bauern. Eine bittere Niederlage nach einer eigentlich vielversprechenden Partie.
- Brett 4 – Hans Bleecke (1–0)
- Hans wählte eine bekannte Variante, in der er einen Bauern für aktives Spiel opferte. Der Druck auf den schwarzen König blieb lange bestehen, zumal Schwarz nicht rochieren konnte. Nach einer Ungenauigkeit seines Gegners gewann Hans den Bauern als freien a-Bauern zurück und setzte seinen Gegner schließlich im 40. Zug matt. Damit verkürzte Markdorf auf 2½:3½.
- Brett 2 – Jürgen Wulf (0–1)
- Bei Jürgen geriet ein Turm auf Abwege, wodurch eine wichtige Verteidigungsfigur fehlte. Sein Gegner nutzte dies kompromisslos aus und setzte ihn schließlich matt. Eine enttäuschende Wendung in einer zuvor relativ ausgeglichenen Partie. Damit war auch die letzte Hoffnung auf ein 4:4 für die Markdorfer dahin.
- Brett 5 – Dhaneesh Naduvilayil (0–1)
- Dhaneesh erreichte ein Turmendspiel mit einem Minusbauern. Theoretisch wäre die Stellung remis gewesen, doch eine kleine Ungenauigkeit reichte aus, um seinem Gegner die Gewinnführung zu ermöglichen.
Endstand und Fazit: Der Mannschaftskampf endete mit 2½:5½ zugunsten von Ravensburg,
womit alle Aufstiegsambitionen von SK Markdorf 2 in einem Schlag zunichte gemacht wurden.
Weingarten gewann sein Match gegen Wangen deutlich mit 6:2 und zog damit am Markdorf 2 in der Tabelle vorbei.
Ein schmerzlicher Abschluss für die Markdorfer einer ansonsten sehr starken Saison.
Markdorf wird im nächsten Jahr einen neuen Anlauf nehmen müssen.
Trotz der knapp verpassten Chance können die Markdorfer jedoch mit großer Zufriedenheit auf
diese Saison zurückblicken. Zu Beginn hatte kaum jemand erwartet, dass sie so weit
oben mitspielen würden. Durch Einsatz, Zuverlässigkeit und Kampfgeist haben die Markdorfer
Runde für Runde gezeigt, wie stark sie als Team auftreten können.
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 weiter auf Aufstiegskurs
16.3.2026 (hb)
Nach Runde 7 liegt Markdorf 2 weiterhin voll auf Aufstiegskurs in die Landesliga. In der vorletzten Runde mussten die Markdorfer jedoch auswärts gegen SC Lindau 2 antreten – und das unter erschwerten Bedingungen: Gleich vier Ersatzspieler rückten für die Stammspieler ans Brett, während Lindau zum ersten Mal in dieser Saison mit einem seiner stärksten Spieler an Brett 1 auflief.
Umso bemerkenswerter war, dass gerade unsere Ersatzspieler an den Brettern 5 bis 8 mit 2½ Punkten aus 4 am schnellsten für klare Verhältnisse sorgten.
- Brett 6 – Jost Neigenfind:
- Jost spielte eine solide, konzentrierte Partie und die logische Folge war eine korrekte Punkteteilung – das erste Ergebnis des Vormittags.
- Brett 8 – Volker Engelhardt:
- Volker bekam es mit einem talentierten Jugendlichen zu tun, der ihn aus der Eröffnung heraus mit einer starken Königsattacke früh unter Druck setzte und sogar im 15. Zug einen Freibauern auf h7 etablieren konnte. Paradoxerweise diente dieser Bauer Volker als sicherer Schutzschild für seinen König auf h8. Als sein Gegner ihm eine Gegenchance im Zentrum anbot, griff Volker präzise zu und setzte schließlich mit dem Bauernzug nach d2 schachmatt.
- Brett 7 – Benjamin Rauscher:
- Auch Benjamin konnte seinen Gegner mit stetigem, sauberem Druckspiel zur Aufgabe zwingen.
- Brett 5 – Jose Bravo:
- Weniger Glück hatte Jose. Mit Weiß erreichte er eine solide Stellung aus der Eröffnung heraus und startete einen vielversprechenden Angriff am Königsflügel. Nach dem Damentausch verlor der Angriff jedoch an Kraft, und Schwarz nutzte die aktivere Stellung seiner Türme sowie seine Freibauern. Der Punkt blieb in Lindau.
- Brett 4 – Leon Czarnecki:
- Leon musste hart kämpfen, um seinen fünften Saisonsieg einzufahren. Mit Schwarz wählte er einen soliden Aufbau und übernahm im Mittelspiel zunehmend die Initiative auf der offenen c- und e-Linie. Der Druck führte zu einem Bauerngewinn – später sogar zu einem zweiten. Sein Gegner gab schließlich auf.
- Brett 1 – Marius Dohon:
- Marius spielte eine starke Partie gegen den stärksten Lindauer Spieler. Durch Ungenauigkeiten seines Gegners erreichte er ein verbundenes Freibauernpaar im Zentrum. Leider konnte er den Vorteil nicht in einen vollen Punkt ummünzen.
- Brett 3 – Dhaneesh:
- Dhaneesh erhielt aus der Eröffnung heraus eine komfortable Position. Das Spiel vereinfachte sich zu einem Springerendspiel mit einem Minusbauern für Weiß. Dennoch hielt Dhaneesh die Stellung sauber remis und sicherte damit den Tagesgewinn der Mannschaft.
- Brett 2 – Hans Bleecke:
- Durch eine Zugumstellung verlor sein Gegner früh den Überblick und Hans gewann zwei Bauern. In der anschließenden Schnellschachphase patzte Hans seinen Vorteil weg, und es entstand ein Springerendspiel mit einem Minusbauern für Hans. Die Endstellung war objektiv remis, doch Hans fand die rettende Zugfolge nicht rechtzeitig. Der Endstand lautete 3½:4½ zu Gunsten der Markdorfer.
Eine Runde vor Schluss ist Markdorf 2 weiterhin Tabellenführer, weil Ravensburg gegen Tettnang verlor. In der letzten Runde geht es nun gegen Ravensburg, wo ein 4:4 für den Aufstieg genügen würde.
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 gewinnt 5:3 gegen Weiler 1
5.3.2026 (hb)
- Brett 7 – Felix Schmidt:
- Unser Youngster zeigte eine beeindruckend souveräne Vorstellung. Bereits aus der Eröffnung heraus gewann er einen ganzen Turm, während der gegnerische Freibauer keinerlei Kompensation bot und bald ebenfalls verloren ging. Ein klarer und verdienter Punkt.
- Brett 1 – Thomas Arnold:
- Thomas geriet in einer scharfen Partie mit Schwarz zunehmend unter Druck. Die gegnerische Initiative schlug voll durch, und kurz nach Felix' Sieg musste er die Partie aufgeben.
- Brett 6 – Leon Czarnecki:
- Leon startete ambitioniert, konnte seinen Angriff jedoch nicht entscheidend verstärken. Als sein Gegner Remis anbot, nahm er das angesichts der Stellung vernünftige Angebot an.
- Brett 5 – Dhaneesh Naduvilayil:
- Dhaneesh nutzte die Ungenauigkeiten seines Gegners konsequent aus und gewann schließlich sogar die gegnerische Dame nach einem gegnerischen Fehlzug.
- Brett 4 – Marius Dohon:
- Marius lehnte zunächst ein Remisangebot ab, musste später jedoch einsehen, dass die Stellung objektiv ausgeglichen war. Das Remis war die logische Konsequenz.
- Brett 3 – Jürgen Wulf:
- Jürgen hatte sich eine klar vorteilhafte Stellung mit zwei Mehrbauern erarbeitet. Kurz vor der Zeitkontrolle unterlief ihm jedoch ein schwerer Fehler, der ihn einen ganzen Turm kostete. Seine Gegnerin fand jedoch nicht den präzisesten Weg, und Jürgens weit vorgerückte Freibauern auf der sechsten Reihe entschieden schließlich doch die Partie zu seinen Gunsten.
- Brett 2 – Hans Bleecke:
- Hans verlor bereits im dritten Zug völlig unnötig einen wichtigen Zentrumsbauern. Danach fand er nie wieder richtig ins Spiel und musste die Partie sang- und klanglos abgeben.
- Brett 8 – Volker Engelhardt:
- Volker spielte eine kämpferische und wechselhafte Partie und gewann schließlich eine ganze Figur. Diesen Vorteil verwertete er im Endspiel sicher zum Sieg.
Bezirksliga 2025/26: Knappe Niederlage für Markdorf 2 – aber Waterloo liegt bei Brüssel, nicht bei Tettnang
25.1.2026 (hb)
Am Sonntag, den 18.1.2026, trat Markdorf 2 auswärts gegen SC Tettnang 2 an.
Für die abwesende Johanna sprang Felix Dreyer ein. Ansonsten waren die Markdorfer mit allen Stammspielern vollständig.
Der Kampf begann pünktlich um 10 Uhr, und bereits nach wenigen Minuten erhielt Thomas Arnold an Brett 1 ein Remisangebot.
Seine Intention – die ich teilte – war weiterzuspielen, da es noch viel zu früh war, um sich mit einem halben Punkt zufriedenzugeben.
An Brett 3 wurde fast zeitgleich festgestellt, dass das Brett falsch herum stand:
die weißen Figuren auf der schwarzen Seite und umgekehrt.
Gemäß den Turnierschachregeln wurde das Brett gedreht, um in späterer Zeitnot nicht unnötig irritiert zu werden.
Jürgen Wulf an Brett 2 spielte mit Schwarz gegen Marc Kreuzahler, und wer Marc kennt, weiß:
eröffnet wird mit dem linken weißen Springer.
Mit dieser scheinbar harmlosen Eröffnung wurde Jürgen auf unbekanntes Glatteis geführt.
In einer taktisch geprägten Partie konnte er Nachteile nicht vermeiden,
musste zwei Bauern gegen eine Figur und eine schlechtere Königstellung geben,
was schließlich zur Niederlage führte.
Thomas Arnold hatte das Remisangebot zwar abgelehnt, stand aber gleichzeitig unter leichtem Druck,
seinem Gegner das verbleibende halbe Pünktchen abzunehmen,
während dieser ausschließlich darauf aus war, die Stellung zu verflachen und das Remis zu zementieren.
Felix Dreyer setzte an Brett 8 seinen Gegner mit einem konsequent aufgebauten Königsangriff unter Druck.
Und da passieren natürlich Fehler – Felix nutzte sie gnadenlos aus und setzte seinen Gegner nach 30 Zügen matt.
Ein ähnliches Bild bei Leon Czarnecki an Brett 7, der sogar einen Bauern geopfert hatte,
um langfristig Initiative zu erhalten. Der Angriff schlug durch, und er sicherte
sich seinen vierten Sieg für die Mannschaft dieser Saison!
Bei Marius Dohon auf Brett 3 wurde die Eröffnung sehr unkonventionell gespielt,
aber Marius stand die ganze Partie über leicht besser.
Der Weg zum vollen Punkt war allerdings nicht leicht zu finden,
und das anschließende Grübeln kostete schließlich zu viel Zeit,
sodass die Partie in akuter Zeitnot doch noch verloren ging.
TJ Bischoff stand auf Brett 4 bereits aus der Eröffnung heraus deutlich besser.
Er opferte einen Bauern, um die Schwächen der schwarzen Felder auszunutzen,
fand danach jedoch nicht die richtige Fortsetzung, sodass sich sein Gegner konsolidieren konnte.
Mit einem Bauern weniger wurden die Damen getauscht,
und wenig später ging auch noch eine Figur verloren – damit war der Punkt für Markdorf weg.
Hans Bleecke an Brett 5 bekam es mit einer Art „Drei-Reihen-System" von Schwarz zu tun.
Schwarz rochierte erst im 26. Zug kurz. Weiß hatte Raumvorteil und Entwicklungsvorsprung,
verlor jedoch durch eine Ungenauigkeit einen Bauern.
Erst nach der schwarzen Rochade konnte der Angriff richtig anlaufen:
Läuferopfer auf g6, das Schwarz nicht annahm, sodass anschließend auch der Bauer
auf f7 verschwand und die Dame dann auf h7 „Guten Tag" sagen konnte.
Damit war die Partie eigentlich entschieden.
In Zeitnot griff Hans jedoch erneut fehl und verpasste sogar den Ziegenpfad zum Remis.
Sein Gegner wurde aber zu gierig und verlor nach einem Bauerngewinn durch
mehrere Schachs zwangsläufig die Dame und musste aufgeben.
Beim Zwischenstand von 3½:3½ hing dann alles wieder vom Ergebnis
von Dhaneesh auf Brett 6 ab. Dhaneesh spielte die Eröffnung gediegen,
übersah aber im Mittelspiel eine Taktik, verlor dabei einen Bauern
und landete in einem Endspiel Turm + Läufer gegen Turm + Springer.
Er hätte den Turmtausch verhindern können, tat es aber nicht,
und Weiß verwertete den gesunden Mehrbauern im Springer-gegen-Läufer-Endspiel sehr präzise.
Damit war der Mannschaftskampf entschieden, und Markdorf 2 verlor zum ersten Mal in dieser Saison
– knapp mit 3½:4½.
Dies war auch das dritte und letzte Spiel von Ersatzspieler Felix Dreyer.
Wir bedanken uns herzlich für seinen Einsatz, der der Mannschaft letztendlich zwei Brettpunkte eingebracht hat.
Damit erspielte er sich ein beeindruckendes Plus von 83 DWZ-Punkten.
Trotz dieser Niederlage bleiben wir in der Bezirksliga Oberschwaben Süd oben dran.
In der nächsten Runde am 8. Februar ist Markdorf 2 spielfrei!
Gelingt es den Markdorfern im März (1.3. und 15.3.) sowohl SC Weiler als auch SC Lindau zu schlagen,
dann wartet am 12.04. das große Finale zu Hause in Markdorf gegen Ravensburg!
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 besiegt Wangen 1 - Spannung bis zum Schluß
23.12.2025 (hb)
- • Brett 7: ACM Leon Czarnecki, frisch und vollständig genesen von seiner Operation, benötigte weniger als eine Stunde und rund 25 Züge, um seinen Gegner in ein Mattnetz zu weben. Sein Kontrahent hatte offenbar sein „Navi“ zu Hause gelassen und irrte völlig orientierungslos über das Brett.
- • Brett 1: Thomas Arnold spielte mit Schwarz gegen einen nahezu gleich starken Gegner. Nach intensivem Ringen einigten sich beide in einer fast symmetrischen Stellung auf ein gerechtes Remis.
• Brett 8: Unser Youngster Felix Dreyer eröffnete stark, gewann früh einen Bauern und stand vielversprechend. Doch im weiteren Verlauf verlor er den Faden bei der richtigen Vereinfachung und wickelte die Partie mit kleinen Ungenauigkeiten am Damenflügel in eine Niederlage ab.
• Brett 4: Hans Bleecke wählte gemeinsam mit seinem Gegner einen klassischen Aufbau. Im Kampf um das Zentrum griff der Gegner fehl, verlor eine Figur und damit auch die Partie.
• Brett 6: Johanna Dohon baute aus der Eröffnung eine bessere Stellung mit einem Mehrbauern auf. Im weiteren Verlauf gewann sie plötzlich eine ganze Figur, woraufhin ihr Gegner sofort aufgab.
Ab diesem Zeitpunkt ging es lange Zeit „cheek to cheek“ gegen die Spieler aus Wangen weiter an den Brettern 2, 3 und 5: Jürgen Wulf, Marius Dohon und Dhaneesh kämpften parallel um die entscheidenden Punkte.
• Brett 3: Marius drückte seinen Gegner regelrecht gegen die Wand und brachte ihn durch sein druckvolles Spiel immer mehr in Zeitnot. Schließlich gewann er in überwältigender Stellung – damit war der Mannschaftssieg mit 4½ Punkten gesichert.
• Brett 5: Dhaneesh stand zunächst schwierig: sein Gegner hatte mit Weiß einen gefährlichen Freibauern auf d6. Doch mit einem brillanten Läuferopfer auf f3 öffnete er die weiße Königsstellung. Zwar fand er nicht die objektiv stärkste Fortsetzung, wie die Analyse nach der Partie zeigte, doch sein Gegner spielte überhastet und ungenau weiter – Dhaneesh nutzte dies gnadenlos zum Sieg.
• Brett 2: Jürgen verwandelte fast unbemerkt sein bessere Stellung mit viel Endspieltechnik. Ein Mehrbauer am Damenflügel entschied schließlich die Partie zu seinen Gunsten.
So endete ein spannender Mannschaftskampf – der letzte in diesem Jahr 2025 – mit einem klaren und verdienten Sieg für das Markdorfer Team. Markdorf 2 behauptet damit seine starke Position an der Tabellenspitze und hofft, dass es im nächsten Jahr im gleichen Stil weitergeht. Auf jeden Fall ein gutes Vorhaben für das neue Jahr!
Bezirksliga Ergebnisse Runde 4..
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 serviert dem Tabellenführer Leutkirch eine bittere Pille
23.11.2025 (hb)
(1) Der geneigte Leser möge diesen holländischen Ausdruck selbst im Wörterbuch nachschlagen.
Einziger Stolperstein war Brett 1, wo Thomas Arnold bei seinem ersten echten Einsatz leider direkt gegen einen Gegner mit über 200 DWZ-Punkten mehr antreten musste. Eine ungleiche Schlacht, in der Thomas tapfer kämpfte, doch die gegnerischen Bauern am Königsflügel marschierten wie eine gut organisierte Infanterie Richtung Umwandlungsfelder. Die Kapitulation kam, als Marius, Felix, Ahmad und Dhaneesh bereits ihre Gegner zerlegt hatten – Zwischenstand: 4:1 für Markdorf.
Ahmad Al Kadi absolvierte heute als Ersatzspieler seinen dritten und jammergenoeg letzten Einsatz in dieser Saison für Markdorf 2 – und wie! Aus der Eröffnung kam er mit Raumvorteil, zentraler Kontrolle und sicher verbautem König. Dann folgte ein Angriff, komplett mit Dameopfer für zwei Leichtfiguren und einem unstoppbaren Freibauern auf der 7. Reihe. Der Gegner war nicht sehr präzise in der Verteidigung, was den Gewinn von Ahmad im Endspiel noch einmal beschleunigte. Ein würdiger Abschluss für einen jungen Spieler, der in dieser Saison durchweg positiv auffiel. Sein Einsatz bescherte ihm ein sattes Plus von 56 DWZ Punkten.
Den Auftaktsieg holte Marius Dohon an Brett 3, der direkt nach der Eröffnung mit einer hübschen
Kombination in 15 Zügen die gegnerische Dame einsackte. Die Partie war damit praktisch vorbei –
der Gegner gab postwendend auf.
Fast genauso schnell ging es an Brett 8: Felix Dreyer,
frisch als Ersatz in die zweite Mannschaft eingesprungen, ließ seinem Gegner keine Chance und
gewann überzeugend – ein Einstand mit Ausrufezeichen.
Dhaneesh kam mit Weiß nicht ideal
aus der Eröffnung, nutzte jedoch eine kurze geistige Abwesenheit seines Gegners im frühen
Mittelspiel eiskalt aus. Figurgewinn – und noch vor dem 20. Zug war Schluss.
An Brett 4 konnte Hans Bleecke mit Schwarz aus einer chaotischen Eröffnung heraus das Zentrum schließen und über die offene h-Linie die gegnerische Königsstellung angreifen. Die weiße Gegenoffensive am Damenflügel verpuffte, und bei einem 5:1-Zwischenstand war Leutkirch endgültig weichgekocht.
Auf den verbleibenden Brettern 2 und 6 standen Jürgen Wulf und Johanna Dohon beide besser.
Jürgen hatte mit Schwarz einen Raumvorteil aufgebaut und daraus eine Königsattacke entwickelt,
die sein Gegner wohl nur schwer hätte verteidigen können. Das angebotene Remis nahm er
angesichts der komfortablen Gesamtlage entspannt an.
Auch Johanna hatte eine starke
Stellung, doch ein paar unglückliche Entscheidungen in der Schlussphase ließen das Plus etwas
versanden. Auch hier wurde Remis geboten – und angenommen. Der Endstand ging rein wie ein süßer
Kuchen: 6:2 für Markdorf.
Runde 4 – Ausblick auf das Winterfinale
Die letzte Runde vor der Winterpause ist am
7. Dezember zuhause gegen SC Wangen 1. Wir freuen uns auf Glühwein (après d’échecs), Gambits und
vielleicht ein DWZ-Geschenk unter dem Weihnachtsbaum.
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 trotzt der DWZ-Logik gegen Weingarten 1
06.11.2025 (hb)
Ein Mannschaftskampf, der das Schicksal tartete
Vor dem Mannschaftskampf gegen SV
Weingarten 1 war die Stimmung bei SK Markdorf 2 eher vorsichtig bis leicht panisch – es wurde
mit Trübsal geliebäugelt, als wäre es ein taktisches Motiv. DWZ-technisch lagen die Gäste
deutlich über uns – so deutlich, dass man sich fragte, ob wir überhaupt in die selben Liga
spielen. Die schlimmsten Visionen machten die Runde: taktischen Massaker, strategische
Selbstzerstörung und ein Ergebnis, das man lieber nicht auf der Homepage als Bericht
veröffentlicht.
Doch dann geschah das Unerwartete: Weingarten musste gleich vier Bretter
kampflos aufgeben – Krankheit und Urlaub waren die Ursache. Damit führten wir vor dem ersten
gespielten Zug bereits mit 4:0. Thomas, Jürgen, Leon und Ahmad erspielten damit einen
Gratispunkt in der Hosentasche – ganz ohne Gehirneinschaltung und verrichter Dinge. Plötzlich
war die Kuh vom Eis – und der Hase lag fast im Pfeffer.
Ahmad Al Kadi – unser jüngstes Fragezeichen mit Ausrufezeichen
Bevor überhaupt ein
Zug gespielt wurde, hatte Ahmad bereits seinen Morgengymnastik: Er stellte alle Bretter und
Tische fachgerecht auf – mit mehr Präzision als ein holländischer Deichbauer. Obwohl er selbst
nicht zum Einsatz kam, blieb er bis zum Ende als Unterstützung für die Mannschaft und half beim
Aufräumen vom gesamten Spiellokal. Das würdigen wir in den höchsten Tönen – Ahmad, du bist unser
stiller Held des Tages!
Die gespielten Bretter: 3 bis 6 – Angriff, Gambit, Kampf und Königsflügel
Brett
3 – Marius Dohon traf auf den stärksten anwesenden Weingärtner und griff mit Verve die
weißen Weinreben am Königsflügel an. Der taktischen Spätburgunder wollte der Gegner aber nicht
abkaufen - und das war notwendig, um nicht von Marius überspuelt zu werden – was ihm leider auch
gelang. In der Retourflasche wurde der Freibauer von Weiß am Damenflügel zum Verhängnis, und
Marius musste sich im Endspiel geschlagen geben.
Brett 4– Hans (der Autor dieser
Zeilen und von Haus aus Holländer, für dem die deutsche Grammatik viel zu schwoer ist) bekam ein
Gemüse-Gambit serviert, das höflich abgelehnt wurde. Im 14. Zug fiel dann der Hammer für seinen
Gegner: Ein Springer ging einfach verloren. Mit einer Figur weniger wurden die Löcher in seiner
Stellung schlimmer als in einem holländischen Maasdammer, und der Gegner durfte mit diesen
Löchern nach Weingarten zurückkehren. Damit war der Tagessieg mit 5 Punkten gesichert!
Brett 6 – Johanna kämpfte heftig um Vorteil, erreichte aber nicht mehr als eine gute
Stellung. Sie bot dem Gegner Remis, nachdem unser Tagessieg feststand – und das wurde natürlich
angenommen. Solide, pragmatisch, und teamdienlich gespielt.
Brett 5 – Dhaneesh
stand zunächst hervorragend: imposante Kontrolle über das Zentrum, Angriffslust in den Augen,
bereit, den Gegner wie ein lästiges Insekt gegen die Wand zu drücken. Doch ein taktischer Fehler
kostete ihm eine Qualität. Danach kämpfte er um das Remis auch tatsächlich zu halten – und das
gelang ihm so gut, dass der Gegner nervös wurde und Fehler machte. Dhaneesh nutzte das gnadenlos
aus, lehnte sogar ein Remisangebot ab, um im späten Damenendspiel einen gefährlichen Freibauer
umzuwandeln und den Gegner zur Aufgabe zu zwingen. Ein Comeback wie Rudi Carrell – nur ohne
laufenden Band.
Das Ergebnis: 6½:1½ – Ein Kantersieg, der wie eine kalte Dusche wirkte – umso
mehr, weil er völlig unerwartet kam.
Was als DWZ-Debakel gefürchtet wurde, endete in
einem sonnigen Herbstsonntag mit Käsekuchenfreude. Die kampflosen Punkte waren zwar die halbe
Miete, doch die gespielten Partien zeigten Kampfgeist, taktisches Gespür und eine Prise Wahnsinn
– genau wie es sich für einen Mannschaftskampf gehört. Runde 3 ist am 16. November – wir freuen
uns schon drauf! Niet dan, ja toch?
Bezirksliga 2025/26: Markdorf 2 startet mit 4:4 gegen Mengen 2
22.9.2025 (hb)
Die Frontlinie – DWZ-Vorteil mit Stolperfallen
An den Brettern 1 bis 3 war
Markdorf DWZ-mäßig klar überlegen. Doch wie jeder gute Spieler weiß, die Figuren auf dem Brett
bestimmen am Ende den stärkeren Spieler.
An brett 2 konnte sich TJ Bischoff in der Eröffnung einen entscheidenden Vorteil
erarbeiten. Jedoch geriet er in einer taktischen Sackgasse, weil er die Spannung zu früh löste,
um einen Bauern zu gewinnen, dadurch aber die Qualität abgeben musste. Sein Gegner,
DWZ-technisch deutlich schwächer, nutzte die Gelegenheit. Am Ende überschritt TJ in einer
ausgeglichenen, aber komplizierten Stellung die Zeit.
Hans Bleecke an Brett 3
hatte einen Gegner, der die skandinavische Eröffnung behandelte wie ein IKEA-Bausatz ohne
Anleitung. Zwangsläufig ging Material verloren. Der Gegner versuchte sich in einer verlorenen
Stellung mit zwei regelwidrigen Zügen zu retten, und selbst das finale Abzugsschach wurde noch
mit einem unerlaubten Mattzug beantwortet. Die Partie hat er dann aufgegeben, als er in die
Realität zurückgekehrt war. Punkt für Markdorf!
Brett 1? Da war’s zäh. Mehr dazu später..
Die drei Fragezeichen übernehmen
Felix Schmidt trat an Brett 7 wie ein
Großmeister mit Fahrradhelm. Sein Gegner hatte über 200 DWZ mehr – aber Felix spielte, als hätte
er das Drehbuch schon gelesen. Druck von Anfang an, ein Turmgewinn durch präzisen Angriff und
ein souveräner Sieg. Man of the Match – keine Diskussion!
Leon Czarnecki,
unser ACM Titelträger, bewahrte an Brett 6 kühlen Kopf unter feurigem Angriff. Seine Gegnerin
versuchte ihn aus der Ruhe zu bringen – doch Leon blieb cool wie ein holländischer Strand im
Oktober. Schließlich stellte seine Gegnerin einzügig eine Figur ein und Leon schlug zu. Punkt
für Markdorf, Fall gelöst.
Ahmad Al Kadi hatte es an Brett 8 mit einem System zu
tun, das ihm so fremd war, wie für den Autor dieser Zeilen die deutsche Grammatik. Er kämpfte
sich durch unbekanntes Terrain, kam trotzdem gut aus der Eröffnung, aber investierte zu viel
Zeit. Am Ende ging er volles Risiko und spielte einen Zug, den sein Gegner mit präzisem Spiel
widerlegte. Er konnte den Punkt nicht retten. Trotzdem: Einsatz wie ein Profi.
Brett 4: Dhaneesh – stark gespielt, aber die Uhr tickte ihm den Sieg weg
Dhaneesh Naduvilayil traf auf den stärksten Gegner und spielte eine Partie, die man als
„solide mit Würze“ bezeichnen könnte. Figur gewonnen, Stellung gut – aber dann kam er in
Zeitnot. Die letzten 15 Züge spielte er quasi nur noch mit dem 30s Inkrement. Sein Gegner nutzte
das gnadenlos aus und holte sich den Punkt.
Vater & Tochter Dohon: Das Drama am
Ende Marius Dohon spielte an Brett 1 mit Weiß ein Damengambit, doch leider
übersah er eine schöne taktische Variante zum Gewinn. So konnte sich sein Gegner verteidigen,
wie ein holländischer Deich bei Sturm gegen das tobende Wasser. Im etwas schlechterem
Turmendspiel wurde ihm ein Remis angeboten – aber er wartete ab, denn Johanna hatte eine
gewonnene Stellung. Wenn sie gewinnt, nimmt Markdorf den Tagessieg mit nach Hause. Schließlich
willigte Marius ins Remis ein – taktisch klug, aber ein Pokerspiel.
Doch die Schachgötter
waren an diesem Tage launisch: Johanna Dohon an Brett 5 kämpfte tapfer und geduldig gegen
einen alten Hasen und Altinder. Sie erspielte sich einen klaren Vorteil, doch der Gegner fand
den schmalen Pfad zum Dauerschach und rettete sich in letzter Sekunde. So blieb es letztendlich
beim 4:4 – ein Ergebnis, das sich wie ein Sieg anfühlt, aber eben keiner ist.
Fazit: Ein Remis mit Nachgeschmack
Markdorf 2 zeigte Charakter, Kampfgeist und
jugendliche Brillanz. Vorne wurde gepatzt, hinten wurde gerockt. Ersatzspieler sprangen ein,
Jugendspieler glänzten und am Ende war es ein Mannschaftskampf, der alles hatte: Spannung,
Überraschungen und ein bischen Herzschmerz: Es wäre vielleicht doch noch ein bischen mehr drin
gewesen!