Mannschaftsberichte
2. Mannschaft - Saison 2024/25
Bezirksliga 2024/25: Markdorf 2 verliert knapp gegen Mengen 2
19.4.2025 (he/dk)
Das Match gegen SF Mengen 2 verlief – in chronologischer Abfolge - wie folgt:
Zwei
Niederlagen für Benjamin Rauscher und Leon Czarnecki
An Brett 8 spielte unser
Jugendspieler Leon mit den weißen Steinen in der Eröffnung sehr mutig und erlangte auch bald
eine druckvolle Stellung. Ein Angriffsversuch mit einem Läuferopfer auf h6 erwies sich dann
jedoch als suboptimal und erlaubte seinem Gegner einen entscheidenden Gegenangriff mit
Turmgewinn, der Leon nach etwa zwei Stunden zur Aufgabe zwang.
Nicht besser erging es
wenig später auch Benjamin an Brett 7. Er sah sich mit den schwarzen Steinen im Mittelspiel nach
einer fehlerhaften Eröffnungsbehandlung mit Bauernverlust und einem starken Angriff auf seine
Königsstellung konfrontiert. Nach Öffnung der h-Linie gelang es seinem Gegner in der Folge mit
seinen Schwerfiguren entscheidend einzudringen. Ohne jegliches Gegenspiel musste Benjamin dann
auch das Handtuch werfen.
Damit lagen die Markdorfer bereits nach 2 Stunden mit 0:2
hinten. Doch es sollte noch schlimmer kommen.
Ein Remis von Thomas Junior Bischoff und eine Niederlage für Jose Bravo
Der Gegner
von Thomas Junior (kurz TJ) eröffnete an Brett 5 mit dem London System, das TJ keinerlei
Probleme bereitete. Die Partie verlief auf beiden Seiten ziemlich ambitionslos und langweilig.
Alle Figuren bis auf die Damen wurden im Mittelspiel abgetauscht. Im Endspiel unterlief seinem
Gegner jedoch ein fataler Fehler, der TJ einen Mehrbauern und gleichzeitig einen Freibauern auf
der a-Linie bescherte. Seine Dame stand aktiv und konnte den Freibauern unterstützen. Trotz
dieses eheblichen Stellungvorteils ließ TJ jedoch aus Sorge, die Partie noch verlieren zu
können, ein Remis durch dreimalige Stellungswiederholung zu. Dieses Punktegeschenk für die
gegnerische Mannschaft war unnötig und hätte mit mehr Kampfgeist und Engagement sicherlich
vermieden werden können.
Die Partie von Jose an Brett 6 begann äußerst dynamisch. Er
konnte sich mit den weißen Steinen bereits nach wenigen Zügen durch aktives Spiel und einer
Ungenauigkeit seiner Gegnerin einen klaren Vorteil verschaffen. Die Stellung war offen, und er
stand deutlich besser – mit mehr Raum, Initiative und einem Entwicklungsvorsprung. Doch anstatt
diesen Vorteil systematisch auszubauen, machte er nun einige ungenaue Züge, die ihm in der Folge
seinen Stellungsvorteil und schließlich auch die Kontrolle über das Spiel kosteten. Der
Stellungsdruck seiner Gegnerin wuchs kontinuierlich, während sein eigener Spielplan immer
unklarer wurde. In der entscheidenden Phase der Partie übersah er dann eine taktische Drohung
und verlor seine Dame. Kurz darauf musste er auch die Partie aufgeben.
Damit lagen die
Markdorfer nach dreieinhalb Stunden Spielzeit bereits ½:3½ hinten. In den
restlichen vier Spielen lief es dann für die Markdorfer Spieler jedoch deutlich besser.
Zwei weitere Remis für Vater Marius und Tochter Johanna Dohon
Johanna hatte es an
Brett 4 mit den weißen Steinen mit dem DWZ-stärksten Spieler der gegnerischen Mannschaft zu tun.
Beide Seiten entwickelten sich in der Eröffnung solide. Es entstand ein symmetrisches Zentrum,
in dem beide Seiten um Aktivität auf den offenen Linien und über schwache Felder kämpften.
Johanna öffnete dann durch einige Vereinfachungen die Stellung. Schwarz wirkte etwas aktiver,
aber beide Seiten behielten ihre Chancen. Die Partie verflachte schließlich im Mittelspiel nach
Damentauschangebot von Johanna, gefolgt von Manövern zur Kontrolle der offenen Linien. Sie
verdoppelte ihre Schwerfiguren auf der c-Linie, aber die Türme fanden kein Durchkommen. Man
einigte sich schließlich im 40. Zug nach Zugwiederholung auf ein Remis. Ein Kuriosum der
Endstellung: Alle vier Springer standen wohlgeordnet auf derselben Diagonale a1-h8.
Marius spielte an Brett 2 mit den weißen Steinen seine Standard-Eröffung, die seinem Gegner aber
keine großen Probleme bereitete. Es ging dann auch ziemlich ausgeglichen ins Mittelspiel, wo
Marius dann in Vorteil kam. Er gewann die Qualität und erreichte eine klare Gewinnstellung. Aber
dann schaffte er es wegen mangelnder Bedenkzeit und einer gewissen Müdigkeit nicht, die besten
Züge zu finden. Am Ende stand daher leider nur ein Remis zu Buche.
Nach mehr als 4
Stunden Spielzeit stand es nun 1½:4½ und der Mannschaftskampf ware bereits
verloren.
Zwei Siege zum Abschluß für Hermann Ebner und Thomas Arnold
Hermann überspielte an
Brett 3 mit Schwarz in der Eröffnung sowie im Mittelspiel seinen Gegner und erreichte bereits im
23. Zug eine absolute Gewinnstellung. Sie war durch einen starken, gedeckten Freibauern auf e4
und der Kontrolle der halboffenen c- und g-Linien durch seine Türme gekennzeichnet, während die
gegnerischen Figuren primär mit der Verteidigung des eigenen Damenflügels beschäftigt waren und
daher kein vernünftiges Gegenspiel orchestrieren konnten. Zudem hatte sein Gegner die
Königssicherung ziemlich vernachlässigt. Hermann gelang es in der Folge, den eigenen König zu
aktivieren, die gegnerischen Bauern auf dem Königsflügel mit einem h-Bauern Angriff und
nachfolgendem Läuferopfer zu eliminieren und sein zentrales, verbundenes Bauernpaar auf der e-
und f-Linie in Bewegung zu setzen. Trotz eines zeitweise ganzen Mehrturms für den Gegner konnte
dieser Hermanns druckvollen Spiel nicht standhalten. Er mußte schließlich seinen Mehrturm wieder
zurückgeben, um die Stellung weiter halten zu können. Am Ende entschied jedoch das mit
Unterstützung des Königs vorrückende d- und e- Freibauernpaar von Hermann die Partie. Sein
Gegner gab nach dem 62. Zug von Hermann in aussichtsloser Stellung auf.
In der Eröffnung
kam Thomas an Brett 1 mit den schwarzen Steinen recht schnell zum Ausgleich. Sein Gegner konnte
nach Damentausch nicht mehr rochieren, hatte aber als Kompensation das Läuferpaar. Ein
Bauerngewinn verschaffte Thomas später aber das bessere Spiel, wenn auch die Remisbreite lange
erhalten geblieben war. Einmal hätte sein Gegner durch einen Bauervorstoß im Zentrum sogar
leicht in Vorteil kommen können. Dieses Manöver wurde allerdings von beiden Spielern übersehen.
Nach langem Lavieren gelang es Thomas dann aber am Königflügel durchzubrechen und mit dem Spiel
auf zwei gegnerische Schwächen letztlich das Endspiel nach über 80 Zügen zu gewinnen. Damit
stand nach 5 Stunden der Endstand dieser Begegnung fest.
Fazit: Es war der letzte Mannschaftskampf für Markdorf 2 in der Saison 2024/25 und endete
mit einer knappen 3½:4½ Niederlage . Einige Markdorfer konnten leider nicht ihre
besten Leistungen abrufen, aber unter dem Strich geht dieses Ergebnis in Ordnung. Es ging für
die Mannschaft ja um nichts mehr. In der Endtabelle rangiert Markdorf 2 mit 6 Mannschaftspunkten
auf dem 6. Platz von 8 Mannschaften. Von den vier Matchniederlagen waren zwei äußerst knapp.
Klar verloren haben die Markdorfer eigentlich nur gegen die beiden erstplatzierten Mannschaften
SF Wetzisreute 1 und SF Ravensburg 1. Dies sollte uns Hoffnungen für die nächste Saison machen.
Bezirksliga Ergebnisse Runde 7.
Bezirksliga 2024/25: Sensationeller Sieg für Markdorf 2
29.3.2025 (hb/dk)
In der Bezirksliga waren die Befürchtungen für Runde 6 sehr groß. Bei Markdorf 2 fehlten gleich
6 Stammspieler. Davon mussten zwei an Markdorf 1 abgegeben werden, die am gleichen Tag in
Pfullingen gegen den Abstieg kämpfte. Und wäre das nicht schon genug gewesen, konnten nicht
genügend Ersatzspieler aufgeboten werden, so dass die Markdorfer mit nur 7 Mann in Lindau
antraten. Aber die vielen jungen Ersatzspieler waren motiviert und boten eine ausgezeichnete
Leistung.
An Brett 7 gewann Leon Czarnecki recht schnell und souverän.
Felix
Schmidt konnte an Brett 6 den Angriff seines Gegner ebenfalls souverän parieren und den Gegner
zur Aufgabe zwingen.
An Brett 5 hatte Felix Dreyer leider weniger Glück. Er vergaß eine
Drohung seines Gegners, die er zuvor noch gesehen hatte und verlor Material und die Partie.
Felix Seidel gewann an Brett 8 bald eine Figur, verlor dann aber völlig den Faden und am
Ende gar noch die Partie.
Dhaneesh Naduvilayil überlistete an Brett 4 seinen Gegner mit
eine schönenen Mittelspielkombination, während sein eigener König von Gott und allen Bauern
verlassen war.
An Brett 2 wurde ein gegnerischer Freibauer vom Sande verweht, während
Hans Bleecke seinen Freibauern sicher zum Sieg verwerten konnte.
Benjamin Rauscher
spielte an Brett 3 eine gute Partie. Mit zwei Mehrbauern wickelte er in ein Turmendspiel ab, das
er sicher gewann.
Mit diesem etwas unerwarteten Erfolg hat sich Markdorf 2 im Tabellenmittelfeld etabliert und
kann beruhigt auf die letzte Runde blicken.
Bezirksliga Ergebnisse Runde 6.
Bezirksliga 2024/25: Markdorf 2 verliert nur knapp
23.2.2025 (he)
Es ist das eingetroffen, was schon im Vorfeld befürchtet wurde. Die Gäste erwiesen sich an den vorderen vier Brettern als stärker, während die Markdorfer an den hinteren Brettern nur knapp die Nase vorn hatten. Mit dieser Niederlage kann Markdorf 2 aber ganz gut leben, denn auf allen Brettern wurde konzentriert gespielt und hart gekämpft. Mit voller Stammbesetzung und etwas mehr Fortune hätten die Markdorfer ihren starken Gegner durchaus auch Paroli bieten können. Nach dieser Niederlage ist Markdorf 2 nun in der Tabelle mit 4/10 Punkten auf Platz 6 zurückgefallen, aber in den letzten beiden Runden stehen mit Lindau 2 und Mengen 2 durchaus lösbare Aufgaben an.
Brett 1: Arnold (1922) - Feistauer(2005) : 0 - 1
In der Eröffnungsphase erreichte der
spielstarke Gegner von Thomas Arnold mit Weiß durch sein druckvolles Spiel einen leichten
Vorteil, doch Thomas konnte die Partie mit präziser Verteidigung offen gestalten. Nach einem
Damentausch gelangte er sogar in ein vorteilhaftes Endspiel, überschätzte dann jedoch seine
Möglichkeiten und berechnete in der Folge eine Kombination in Zeitnot falsch. Statt eines
erwarteten Vorteils fand er sich schließlich in einem verlorenen Endspiel mit 2 Bauern für einen
Springer wieder und mußte sich schließlich geschlagen geben. Eine bittere Lektion für unseren
Spitzenspieler an Brett 1, der sich für seine gute Leistung diesmal nicht belohnen konnte.
Brett 2: M.Dohon (1852) - Pfanner (1763) : ½ – ½
Marius Dohon sicherte sich
mit den weißen Steinen in der Eröffnung durch schnelles Öffnen des Zentrums einen leichten, aber
dauerhaften Vorteil. Er konnte ein Endspiel mit Turm, Läufer und besserer Bauernstruktur und
aktiveren Figuren erreichen. Doch trotz beständiger Initiative gelang es ihm nicht, diesen
Vorteil in einen Gewinn umzusetzen. Sein Gegner verteidigte sich sehr zäh und sicherte
schließlich seiner Mannschaft ein wertvolles Remis.
Brett 3: Ebner (1710) - Dahm (1868) : 0 - 1
Ein spannendes Spiel gab es an Brett 3 zu
sehen. Hermann‘s Gegner tauschte mit den weißen Steinen in der Eröffnung früh seinen
schwarzfeldrigen Läufer gegen den schwarzen Springer auf f6. Die resultierende Schwächung der
schwarzen Bauernstruktur durch den Doppelbauern auf der f-Linie wurde aber durch die Öffnung der
g-Linienöffnung und der damit verbundenen Angriffschancen für Schwarz kompensiert. Im
Mittelspiel entwickelte sich dann ein sehr dynamischer Kampf. Hermann suchte schließlich durch
ein positionelles Springeropfer für 2 Bauern und Angriff den Stellungsdruck zu verstärken.
Dieses Manöver erwies sich jedoch als suboptimal, denn sein Gegner konnte in der Folge den
Angriff abwehren und mit aktivem Figurenspiel und einem starken Bauernsturm am Königsflügel die
Initiative erlangen. Im Endspiel nutzte er dann präzise die etwas geschwächte schwarze
Königsstellung und drang mit seiner Dame - mit Unterstützung seiner Springer - entscheidend ein.
Trotz mutigen und zähen Widerstands konnte Hermann die Stellung nicht halten und mußte sich
seinem sehr stark spielendem Gegner nach 52 Zügen geschlagen geben.
Brett 4: Bischoff (1663) - Sutter (1674) : ½ - ½
Thomas Junior (TJ) Bischoff
wählte mit Weiß eine wenig ambitionierte Eröffnungsvariante, die aufgrund der sich ergebenden
symmetrischen Stellungsstrukturen stark remis-lastig ist. Sein Gegner versuchte diese Symmetrie
mit einem Bauernvorstoß auf der b- und c-Linie zu brechen, übersah dabei jedoch ein taktisches
Manöver, das TJ einen Mehrbauern bescherte. Nach Figurenabtausch konnte er dann auch in ein
besseres Endspiel mit einem Mehrbauern einleiten. Nach weiterem Figurenabtausch landete man dann
schließlich in einem Turmendspiel, das von beiden Seiten aktiv geführt wurde. Der Mehrbauer war
deshalb ohne großen Wert. Am Ende mußte sich TJ mit einem Remis zufrieden geben.
Brett 5: Bravo (1651) - Staresina (1623) : ½ - ½
Jose Bravo suchte mit
Schwarz in der Eröffnungsphase früh Gegenspiel im Zentrum und erreichte eine solide Stellung mit
aktiv platzierten Figuren. Nachdem das Zentrum geöffnet und einige Figuren abgetauscht wurden,
entstand eine ausgeglichene Endspielstellung mit dynamischen Chancen für Jose, da sein
Läuferpaar gut platziert war und gute Angriffschancen bot. Doch sein Gegner konterte mit solidem
Gegenspiel und man einigte sich schließlich in einer völlig symmetrischen Stellung auf Remis.
Brett 6: Rauscher (1588) - Berteit (1518) : 1 - 0
Die Überraschung schlechthin lieferte in
diesem Match Benjamin Rauscher, der mit den weißen Steinen in einer Damenbauereröffnung durch
druckvolles Spiel und Ungenauigkeiten des Gegners in Vorteil kam. Ein Angriff mit den
Schwerfiguren auf die geschwächte Königsstellung des Gegners war dann schließlich
spielentscheidend.
Brett 7: Neigenfind (1598) - Gieselbrecht (1657) : 0 - 1
Eine unglückliche Partie für Jost
Neigenfind, der sich mit Schwarz gegen eine junge, sehr gut spielende Gegnerin behaupten musste.
Bis zum 15. Zug war die Stellung ausgeglichen, doch dann unterlief ihm ein schwerwiegender
Fehler, der ihm eine Qualität ohne jede Kompensation kostete. Ab da war die Partie gelaufen,
denn seine Gegnerin ließ weitere Angriffsversuche von Jost durch präzise Verteidigung ins Leere
laufen und gewann am Ende überzeugend.
Brett 8: Naduvilayil (1752) - Steiner : 1 - 0
Dhaneesh Naduvilayil spielte mit Weiß eine
solide Eröffnung mit Positionsgewinnen im Zentrum sowie auf dem Damenflügel. Sein Gegner, ein
junger, talentierter Anfänger, mußte dann im Mittelspiel die Dame für einen Turm geben und
wonach die Partie praktisch entschieden war. Weiß startete daraufhin einen Angriff am
Damenflügel und griff den rochierten schwarzen König an. Schwarz gab im 29. Zug in
hoffnungsloser Stellung auf. Insgesamt kombinierte Weiß strategisches Spiel mit scharfen
taktischen Manövern und gewann überzeugend, allerdings war sein Gegner mit der Aufgabe ziemlich
überfordert.
Bezirksliga 2024/25: Klare Niederlage für Markdorf 2
1.2.2025 (he)
Ravensburg 1 war mit einem DWZ Schnitt von 1751 etwas stärker eingestuft als Markdorf 2. Doch
die Ravensburger konnten in den ersten 3 Runden nur ersatzgeschwächt antreten und rangierten am
Tabellenende. Die Markdorfer rechneten sich also durchaus Chancen aus. Ravensburg konnte aber
diesmal – mit Ausnahme von Brett 8 - in Bestbesetzung antreten. Es war damit klar, dass es für
die Markdofer schwer werden würde, aber sie setzten sich trotzdem mit großer Zuversicht an die
Bretter, zumal auch sie die komplette Stammmannschaft aufbieten konnten.
Trotz zweier
überzeugender und schneller Siege am Anfang der Begegnung wendete sich das Blatt im Laufe des
Matches zugunsten der Schachfreunde aus Ravensburg. Sie erreichten am Ende einen klaren und
verdienten Sieg, da einige der Markdorfer Spieler in dieser Begegnung nicht ihre besten
Leistungen abrufen konnten.
Zwei schnelle Siege für Hans Bleecke und Thomas Junior Bischoff
An Brett 3 konnte
Hans mit Weiß nach Abtausch im Zentrum einen isolierten Damenbauern auf d5 etablieren, der die
Entwicklung seines Gegners am Damenflügel empfindlich störte. Als dieser dann auch noch seine
Dame als Blockadefigur des d5-Bauern wählte, war dies sicherlich suboptimal. In der Folge konnte
Hans im Gegensatz zu seinem Gegner nach beidseitiger kurzer Rochade aufgrund seines Raumvorteils
seine Figuren frei entwickeln. Nach zwei weiteren ungenauen Zügen stellte sein Gegner dann
einzügig seinen schwarzen Läufer ein und gab somit im 17-ten Zug auf.
Beinahe
gleichzeitig mit Hans beendete auch Thomas Junior (kurz TJ) seine Partie mit Schwarz an Brett 6.
Er hatte seinen Gegner komplett überspielt und Ungenauigkeiten in der Eröffnung konsequent und
präzise genutzt, um ihn nach nur 21 Zügen zur Aufgabe zu zwingen. Eine sehr starke Leistung!
Damit führten wir bereits mit 2:0. Doch dann wendete sich das Blatt. Ungefähr eineinhalb Stunden später mussten sich an den Brettern 4, 2 und 5 gleich drei Markdorfer Spieler geschlagen geben.
Drei bittere Niederlagen für Hermann Ebner, Marius Dohon und Johanna Dohon
An Brett
4 überraschte Hermanns Gegner mit Weiß mit einer selten gespielten Eröffnung, die ihm keinerlei
Vorteil bescherte. Das Spiel verlief deshalb auch bis weit ins Mittelspiel völlig ausgeglichen.
Im 22. Zug verließ Hermann jedoch durch einen taktisch motivierten Zug den zuvor verfolgten,
positionellen Plan. Dieses Manöver stellte jedoch – wie sich schon bald zeigte - die Partie ein,
weil es seinem Gegner einen starken Königsangriff ermöglichte, der nicht ausreichend verteidigt
werden konnte. Hermann gab im 41. Zug in aussichtsloser Stellung auf.
An Brett 2 hatte
Marius mit Schwarz ein Doppelfianchetto auf das Brett gebracht. Trotz seiner Versuche, den
Damenflügel zu öffnen, kam er nicht zu genügend Gegenspiel und seine Stellung brach dann wegen
einer Ungenauigkeit zusammen. Sein Gegner hat hingegen sehr präzise gespielt, die sich
ergebenden Stellungsschwächen geschickt genutzt und eine schöne Schlusskombination gefunden!
Gegen den Mannschaftsführer der Ravensburger geriet Johanna an Brett 5 mit den weißen
Steinen in eine passive Stellung ohne Möglichkeit zu einem aktiven Gegenspiel. Ein Angriff der
schwarzen Schwerfiguren erwies sich schließlich in Verbindung mit einem Läuferopfer auf h3 als
spielentscheidend. Eine bittere Lektion an diesem Tag für unsere ambitionierten Spielerinnen und
Spieler.
Nach 3,5 Stunden Spielzeit lagen die Ravensburge nun 3:2 in Führung.
Zwei Remis für Thomas Arnold und Jose Bravo
An Brett 1 gelang es Thomas mit den
weißen Steinen in der Eröffnung nicht, eine aktive Stellung zu erreichen. Folgerichtig übernahm
sein starker Gegner allmählich die Initiative und Thomas geriet in eine passive und leicht
schlechtere Stellung. Mit einer hartnäckigen Verteidigung schaffte er es jedoch, seine Stellung
zu halten. Als sein Kontrahent nach mehrstündigem Kampf nicht die allerbesten Züge fand, konnte
er sogar in ein für ihn vorteilhaftes Endspiel abwickeln, welches allerdings wegen des
reduzierten Materials nicht mehr zu gewinnen war. Also einigte man sich auf ein Remis.
Jose entschied sich mit Weiß, in der Eröffnung einen Bauern zu opfern, um Entwicklungsvorteil
und Stellungsdruck zu erhalten. Er entwickelte schnell seine Figuren und bereitete einen Angriff
im Zentrum und am Königsflügel vor. Obwohl sein Gegner seine Stellung konsolidieren konnte,
gelang es Jose, den Druck auf einen rückständigen Bauern auf der d-Linie aufrecht zu halten,
Linien zu öffnen und einen starken Springer auf d5 zu platzieren. Doch Schwarz verteidigte seine
Schwächen präzise und geschickt. In einem ausgeglichenen Endspiel vereinbarte man schließlich
Remis.
Nach 4 Stunden stand es nun also 4:3 für Ravensburg und das Mannschaftsergebnis
hing damit vom Ausgang der letzten Partie an Brett 8 ab.
Benjamin Rauscher verliert nach langem Kampf
Benajmin konnte seine Partie an Brett
8 über lange Strecken mit Schwarz gegen einen jungen, DWZ schwachen, jedoch gut spielenden,
jungen Gegner ausgeglichen gestalten. Die beiden landeten schließlich in einem Springer-Bauern
Endspiel, wobei Benjamin exakt verteidigen mußte, um nicht in Nachteil zu gelangen. Und dies
gelang ihm zunächst hervorragend. Nach dem von ihm forcierten Abtausch der Springer war die
Partie bei korrektem Spiel remis. Der Gegner bot folgerichtig auch Remis an. Benjamin lehnte
aufgrund das Standes im Mannschaftskampf ab, zumal er auch deutlichen Zeitvorteil hatte. Doch
unterlief ihm dann ein fataler Berechnungsfehler, der seinem jungen Gegner dann noch den Sieg
und den Ravensburgern den 5:3 bescherte. Eine bittere, weil unnötige Niederlage für unseren
erfahrenen Spieler.
Markdorf 2 mußte sich diesmal einem Gegner geschlagen gegeben, der zum erstem Mal in dieser
Saison in Bestbesetzung antreten konnte. Wir wußten bereits im Vorfeld, dass es dann für uns
sehr schwer werden würde. Die Ravensburger Schachfreunde waren an diesem Spieltag einfach besser
und haben einen verdienten Sieg eingefahren.
Markdorf 2 liegt nach 4 von 7 Matches mit 4
von 8 möglichen Mannschaftspunkten zwar im Mittelfeld der Tabelle, muss allerdings aufpassen,
nicht noch weiter abzurutschen.
In der 5.Runde wartet schon der SC Weiler 1 auf die
Markdorfer. Dem SC Weiler gelang in der 4.Runde ein überraschender Sieg gegen den Tabellenführer
SF Wetzisreute 1.
Bezirksklasse Ergebnisse Runde 4.
Bezirksliga 2024/25: Markdorf 2 mit deutlichem Auswärtserfolg
18.12.2024 (he)
Die 2. Mannschaft des SK Markdorf spielte am zweiten Advent auswärts gegen den Aufsteiger aus Weingarten 2, der mit einem DWZ Schnitt von nur 1530 die mit Abstand schwächste Mannschaft in der Bezirksliga OS Süd stellt. Daß dies trotzdem nicht viel zu bedeuten hat, zeigten sie zuvor in Runde 2, in der sie gegen Lindau 2 immerhin ein Unentschieden erzielen konnten. Markdorf 2 war also gewarnt und hatte sich vorgenommen, volle „Power“ gegen unsere sympathischen Kontrahenten aus Weingarten zu spielen. Trotz des Ausfalls von zwei Stammspielern hat es wunderbar geklappt! Markdorf 2 konnte einen hohen Sieg einfahren und liegt nun nach drei Runden hinter dem Favoriten Wetzisreute 1 auf dem 2. Tabellenplatz. Dies ist sicherlich eine gute Motivation für das nächste Match am 26. Januar 2025 gegen Ravensburg 1.
Schneller Sieg für Hans Bleecke
Nach nur anderthalb Stunden war für den jungen,
aus Singapur stammenden Gegner von Hans an Brett 3 alles vorbei. Er gab etwas konsterniert im
19. Zug auf. Hans opferte mit den weißen Steinen bereits im 6. Zug seinen Läufer auf f7, gewann
in der Folge die Qualität und zwei Bauern und wenig später die Partie. Das Ganze hatte nur einen
Haken, denn das Läuferopfer war objektiv falsch, wie später die Analysen zeigten. Bei richtiger,
jedoch nicht leicht zu sehender Fortsetzung im 9. Zug hätte sein Gegner großen Vorteil bekommen
können. Dieser ließ diese Gelegenheit aber aus und so stand es bereits früh in diesem Match 1:0
für die Markdorfer.
Drei Siege für Jost Neigenfind, Felix Dreyer und Johanna Dohon
Ersatzmann Jost
Neigenfind wählte an Brett 7 mit Weiß eine seltene Eröffnung. Sein Gegner erreichte bis zum 14.
Zug Vorteil, doch dann fand er nicht die besten Züge. Jost verstand es in der Folge geschickt,
einige Ungenauigkeiten seines Gegners auszunutzen, die Stellung auszugleichen und in eine
Gewinnstellung zu verwandeln. Im 25. Zug gewann er dann einen Turm und zwang seinen Gegner damit
zur sofortigen Aufgabe.
Die Überraschung des Mannschaftskampfes schlechthin war die
Leistung unseres jugendlichen Ersatzspielers Felix Dreyer mit den schwarzen Steinen an Brett 8.
Er erreichte ohne größere Probleme ein Unentschieden gegen einen sehr erfahrenen und um 342
DWZ-Punkte höher eingestuften Gegner. Dieser stand in der Mittelspielphase zwar etwas besser,
doch konnte er seinen Vorteil nicht verwerten. Nach Tausch der Figuren fand man sich in einem
Damenendspiel wieder, in dem ein verbundenes Freibauernpaar Felix einen erheblichen
Stellungsverteil bescherte. Bei beschränkter Bedenkzeit zog er es jedoch vor, mit einer
Dauerschachdrohung in ein Remis abzuwickeln.
Johanna Dohon spielte mit Weiß an Brett 5
gegen einen jungen Schachfreund, den sie bereits seit Jahren vom Jugendschach her kannte. Er
brachte das Wolga Gambit auf das Brett, das für Johanna jedoch kein Problem darstellte. Sie
spielte sicher und ruhig, gewann irgendwann die Qualität und dann ziemlich schnell auch die
Partie.
Und so stand es nach knapp 2,5 Stunden bereits 3½:½ für Markdorf.
Jose Bravo verliert, Hermann Ebner gewinnt
Einen schlechten Tag erwischte diesmal
Jose mit den schwarzen Steinen an Brett 6. Er kam gegen einen spielstarken, jungen Gegner
schlecht aus der Eröffnung und landete im Mittelspiel mangels Entwicklung in einer passiven
Stellung. Mit dem König im Zentrum konnte er dann einem starken Angriff der gegnerischen
Schwerfiguren nicht standhalten.
Mehr Glück hatte dafür Hermann Ebner mit den weißen
Steinen an Brett 4. Sein Spiel war wieder einmal nichts für schwache Nerven. Durch einen
schweren Eröffnungsfehler verlor er zwei Bauern und geriet bis zum 19. Zug in eine absolute
Verluststellung. Doch sein Gegner fand nicht den richtigen Plan, um seinen Vorteil zu
realisieren. Hermann gelang es in der Folge bis zum 40. Zug die Stellung zu egalisieren, die
beiden Bauern zurückzugewinnen und in ein gewonnenes Springer - Bauern Endspiel abzuwickeln.
Mit diesen Ergebnissen stand es nach etwas mehr als 3 Stunden 4½:1½ für
Markdorf, der Mannschaftssieg war also bereits unter Dach und Fach.
Zwei Siege an den Spitzenbrettern zum Abschluß des Matches
Thomas Arnold erreichte
einen ungefährdeten Sieg mit den weißen Steinen an Brett 1. Nach der Eröffnungsphase wurden
relativ schnell mehrere Figuren abgetauscht. Es entstand eine etwa ausgeglichene Stellung.
Thomas nutzte dann eine Ungenauigkeit seines Gegners und verstand es in der Folge, in ein leicht
besseres Endspiel mit verbundenen, entfernten Freibauern abzuwickeln. Diese konnten dann schnell
vorrücken und nach Umwandlung in eine Dame den Sieg sicher stellen.
Marius Dohon hatte
mit den schwarzen Steinen gegen den spielstärksten Gegner zu kämpfen, einem Jugendspieler, den
er von seinen Jugendschachaktivitäten schon sehr gut kannte. Die Partie verlief über weite
Strecken ausgeglichen und war geprägt von beidseitig aktivem und mutigem Spiel. Marius mußte zu
seinem Bedauern sein Läuferpaar aufgeben, konnte in der Folge dafür den wichtigen Zentralbauern
auf e4 gewinnen, übersah dann jedoch eine einfache Kombi seines Gegners, was wiederum zum
Ausgleich führte. Das Spiel wurde erst im Endspiel entschieden, in dem Marius das Spiel mit
seiner größeren Erfahrung zu seinen Gunsten entscheiden konnte.
Damit stand nach knapp 4
Stunden Spielzeit bereits der Endstand des Mannschaftskampfes fest. Ein Kantersieg mit
6½:1½ für Markdorf 2 !
Fazit
Unsere ambitionierte 2. Mannschaft hat einen wichtigen Pflichtsieg gegen
einen Abstiegskandidaten eingefahren, zwar mit ein wenig Glück, doch überwog das Licht bei
weitem den Schatten. Wenn Markdorf 2 weiter ähnliche Leistungen abrufen kann, so hat das Team
alle Chancen vorne mitzuspielen.
Bezirksliga Ergebnisse Runde 3.
Bezirksliga 2024/25: Markdorf 2 ohne Chance
3.11.2024 (he)
Kampflose Niederlage an Brett 1 und ein kampfloser Sieg an Brett 3
Unser Brett 1
blieb diesmal unbesetzt. Thomas Arnold konnte krankheitsbedingt nicht antreten. An Brett 3 gab
es eine ähnliche Situation für die Wetzisreuter. Ihr Spieler hatte irrtümlich angenommen, dass
das Match in Wetzisreute stattfinden würde. Er kam dann trotzdem noch mit großer Verspätung ins
Vereinshaus, doch die 30 Minuten Spielzeit auf seiner Uhr waren abgelaufen. Damit stand je ein
kampfloser Punkt für beide Mannschaften im Ergebnisprotokoll. Und dies sollte der einzige
Brettpunkt für die Markdorfer an diesem Tag bleiben.
Ein frühes Debakel für Hermann Ebner
Einen rabenschwarzen Tag erwischte der
Mannschaftsführer Hermann Ebner mit Weiß an Brett 4. Er stellte bereits im 8.Zug seine Partie
ein, in der Annahme, einen frühen Mattangriff mit massiven Materialopfern durchsetzen zu können.
Dies stellte sich jedoch 5 Züge später als falsch heraus. Er hatte das Abspiel bis zum 12. Zug
zwar richtig berechnet, aber den dann folgenden einzigen Verteidigungszug gegen das Matt völlig
übersehen. Besonders ärgerlich für Hermann war auch der Umstand, dass er die Theoriefortsetzung
im 8.Zug kannte, die ihm auch einen großen Entwicklungsvorsprung beschert hätte. Er schleppte
die Partie noch bis zum 27.Zug, um dann frustriert aufzugeben.
Solide Leistung unseres Jugendspielers Felix Schmidt trotz Niederlage
Unser junger
Ersatzspieler Felix spielte an Brett 8 mit Weiß gegen einen fast 400 DWZ Punkte stärkeren Gegner
und mußte diesem Umstand schließlich Tribut zollen. Er gab im 28.Zug bei drohendem
Figurenverlust und in schwieriger Stellung auf. Dabei zeigte er ein gutes Positionsverständnis.
Bei etwas mehr Präzision in seinem Spielaufbau sollte er auch diesen stärkeren Gegnern Paroli
bieten können.
Damit stand es nach nur zwei Stunden Spielzeit bereits 3:1 für die Gäste.
Drei weitere Niederlagen...
An Brett 6 konnte Benjamin Rauscher mit Weiß die Partie
bis weit in das Mittelspiel etwa ausgeglichen gestalten. Ehe er seine verbundenen Freibauern auf
der b- und c-Linie in Bewegung setzen konnte, sah er sich jedoch mit einem Dame-Springer Angriff
auf seine Königsstellung konfrontiert. Sein Verteidigungskonzept erwies sich als fehlerhaft.
Dies kostete ihm schließlich einen Springer und einige Züge später auch das Spiel.
An
Brett 7 konnte Ersatzspieler Jost Neigenfind mit Schwarz gegen einen spielstarken, aber DWZ
schwachen Gegner die Partie über lange Strecken ausgeglichen gestalten. Das Spiel war von
kleineren Ungenauigkeiten auf beiden Seiten gekennzeichnet und Jost gewann im 25.Zug die
Qualität. Die Engine bewertet diese Stellung aber als völlig ausgeglichen. In der Folge fand
Jost jedoch nicht die richtigen Züge, um ein entscheidendes Eindringen der gegnerischen Dame in
seine Stellung zu verhindern und mußte im 32.Zug aufgeben.
Nicht viel besser erging es
dann Jose Bravo mit Schwarz an Brett 5. Er kam gut aus der Eröffnung und konnte eine Schwäche in
der gegnerischen Stellung produzieren sowie etwas Druck aufbauen. In der Folge spielte Jose
jedoch zu passiv, während sein Gegner seine Figuren aktivieren konnte. Seine beiden Springer
drangen in die schwarze Stellung ein, was zu entscheidenden Materialverlust führte. Jose blieb
dann nur noch die Aufgabe. Damit stand es nach 3 Stunden Spielzeit 6:1 für Wetzisreute.
Marius Dohon verliert nach großem Kampf
Die letzte Partie des Tages wurde an Brett
2 entschieden, wo Marius mit den weißen Steinen seinem jungen und ambitionierten Gegner einen
großen Kampf lieferte. Das Spiel verlief über weite Strecken ausgeglichen. In der finalen Phase,
mit beiden Damen auf dem Brett, dominierte Marius das Zentrum. Es gelang ihm, ein verbundenes
Freibauernpaar auf der d- und e- Linie zu etablieren und bis zu sechsten Reihe voranzutreiben.
Sein Gegner verteidigte sich jedoch präzise und hielt mit gutem Figurenspiel und Angriff auf der
g-Linie auf die weiße Königsstellung dagegen. Zum Schluß gelang es ihm, diesen Angriff auch
durchzusetzen und entscheidenden Materialvorteil zu erlangen, was Marius zur Aufgabe zwang.
Damit stand nach 5 Stunden Spielzeit das Endergebnis mit 1:7 fest. Eine bittere Klatsche.
Unsere ambitionierte 2. Mannschaft bekam gegen einen Top-Favoriten der Liga, der ebenfalls auf
zwei Stammspieler verzichten mußte, ihre Grenzen aufgezeigt. Wir können nicht von Pech sprechen,
sondern müssen anerkennen, dass die Wetzisreuter Mannschaft an diesem Tag einfach um eine Klasse
besser gespielt und in dieser Höhe auch verdient gewonnen hat. Nun gilt es, die Ärmel hoch zu
krempeln und in den nächsten Spielen einfach bessere Leistungen abzurufen.
Bezirksliga Ergebnisse Runde 2.
Bezirksliga 2024/25: Markdorf 2 mit gelungenem Auftakt
21.09.2024 (he)
Frühes Remis von Marius Dohon gegen den Tettnanger Spitzenspieler Marc Kreuzahler
Marius spielte an Brett 2 gegen Marc Kreuzahler, den stärksten Spieler der Tettnanger Mannschaft
(DWZ 1886). Mit den schwarzen Steinen gelang es Marius früh, die Initiative zu ergreifen. Doch
einige kleine Ungenauigkeiten ließen seinen Gegner wieder ins Spiel kommen, sodass man sich
schließlich auf ein gerechtes Remis einigte.
Beeindruckende Siege an den Spitzenbrettern
Wenig später beendeten drei weitere
Spieler fast zeitgleich ihre Partien. Besonders hervorzuheben ist der Sieg von Thomas Arnold an
Brett 1. Er nutzte geschickt positionelle Schwächen und überspielte seinen Gegner. Nach nur 30
Zügen war der Sieg für Thomas gesichert, als sein Gegner vor der Wahl stand, entweder einen Turm
zu verlieren oder mattgesetzt zu werden.
An Brett 4 zeigte Hermann Ebner ebenfalls eine
starke Leistung. Sein Gegner hielt die Partie bis ins Mittelspiel offen, hatte aber zunehmend
Schwierigkeiten mit Hermanns druckvollem Spiel. Im 27. Zug bot der Tettnanger ein Remis an, doch
fünf Züge später stellte er eine Figur ein und gab die Partie entnervt auf.
Auch Johanna
Dohon an Brett 5 zeigte eine solide Leistung. Ihr Gegner überraschte mit einer seltenen
Eröffnungsvariante, aber Johanna ließ sich nicht beeindrucken. Nach einem Figurentausch landeten
beide in einem ausgeglichenen Endspiel, sodass ein Remis die logische Folge war.
Somit
stand es nach vier beendeten Partien bereits 3:1 für Markdorf 2.
José Bravo erreicht ein sicheres Remis
José spielte an Brett 7 eine sehr solide
Partie mit den weißen Steinen. Sein Gegner wählte eine Verteidigungsstrategie, die zwar
potenzielle Angriffschancen bot, aber die Stellung blieb geschlossen. Beide Spieler bauten eine
Stonewall-Struktur auf, und nach 25 Zügen war klar, dass keiner mehr nennenswerte Fortschritte
erzielen konnte. Daher einigten sich beide auf ein Remis.
Thomas Junior Bischoff brilliert – Hans Bleecke verliert trotz Überlegenheit
An
Brett 6 zeigte Thomas Junior seine Klasse. In einer zunächst blockierten Stellung wartete er
geduldig auf seine Chance, die a-Linie zu öffnen und einen Angriff auf dem Damenflügel zu
starten. Dies führte zum Gewinn des Sockelbauern auf der c-Linie. Durch Ausnutzen weiterer
Schwächen in der etwas unkoordinierten gegnerischen Stellung erreichte er dann entscheidenden
Vorteil. Sein Gegner gab dann auch bald auf, womit Thomas den Mannschaftssieg sicherte.
Weniger Glück hatte Hans an Brett 3 mit den weißen Steinen. Ihm gelang es früh, einen
Positionsvorteil zu erarbeiten, indem er das Zentrum dominierte. Schwarz stand unter erheblichem
Druck und konnte seine Figuren kaum entwickeln. Doch Hans verbrauchte zu viel Zeit und hatte am
Ende des Mittelspiels nur noch 20 Minuten auf der Uhr. In Zeitnot unterliefen ihm zwei
folgenschwere Fehler, die ihn schließlich 2 Bauern kosteten und seinem Gegner im Endspiel einen
entscheidenden Vorteil verschafften. Hans musste sich geschlagen geben.
Dhaneesh Naduvilayil setzt den Schlusspunkt
Die letzte Partie des Tages wurde an
Brett 8 entschieden, wo Dhaneesh mit den schwarzen Steinen eine starke Leistung zeigte. Die
Partie entwickelte sich zu einem taktischen Schlagabtausch, in dem Dhaneesh die Kontrolle
behielt. Durch kluge Manöver am Königsflügel und das konsequente Ausnutzen der Schwächen seines
Gegners konnte er die Oberhand gewinnen. Nach 41 Zügen musste sein Gegner die Segel streichen.
Fazit
Unsere fairen und sympathischen Gegner aus Tettnang hatten diesmal
sprichwörtlich "schwarz gesehen". Drei Markdorfer Siegen mit den schwarzen Steinen durch Hermann
(Brett 4), Thomas Junior (Brett 6) und Dhaneesh (Brett 8), sowie der souveräne Sieg von Thomas
Arnold (Brett 1) mit Weiß, stand nur ein Tettnanger Sieg an Brett 3 gegenüber. Die restlichen
Partien endeten mit verdienten Remis. Insgesamt war es ein hochverdienter und überzeugender
Auftaktsieg für unsere zweite Mannschaft, der viel Selbstvertrauen für die kommenden
Mannschaftskämpfe geben sollte. Mit dieser starken Leistung ist unser Team auf einem guten Weg,
die ambitionierten Saisonziele zu erreichen. Doch es liegt noch ein weiter Weg vor uns.