Mannschaftsberichte
1. Mannschaft - Saison 2024/25
Verbandsliga 2024/25: Markdorf 1 auch in der letzten Runde ohne Sieg
16.4.2025 (fa/dk)
Am letzten Spieltag der Verbandsligasaison empfing Markdorf 1 die Mannschaft aus Rangendingen. Während bei Markdorf nach dem sicheren Abstieg schon etwas die Luft raus war und drei Stammspieler fehlten, traten die Gäste in voller Besetzung an und waren damit klar favorisiert.
Robert Savic (Brett 2) erreichte aus der Eröffnung symbolischen Vorteil, aber nichts Greifbares,
ein Remis war die logische Folge.
Felix Andraschko (1) hatte bei seinem Remis einiges
Glück, dass sein Gegner in einer klar vorteilhaften Isolanistellung trotz hohem
Bedenkzeitverbrauch keinen echten Angriffsplan fand und ihn so von der Schippe springen ließ.
Christian Zdzuj (4) spielte die Eröffnung auf Raumvorteil. Nachdem sich die Stellung
öffnete, kam es zu einer hochtaktischen Sequenz mit Opfern und Gegenopfern. Am Ende der
Komplikationen stand das nächste Remis fest.
Bis kurz vor der Zeitkontrolle konnte
Markdorf damit die Ergebnisse ausgeglichen gestalten, dann setzte sich die höhere Spielstärke
der Gäste durch. Marius Dohon (6) hatte in einer unkonventionellen Stellung mit beidseitigen
langen Rochaden einen Bauern geopfert, die erhoffte Initiative blieb aber aus. Stattdessen wurde
er immer weiter zurückgedrängt und konnte seine Stellung nicht halten.
Johanna Dohon (8)
spielte eine Partie mit blockiertem Bauernzentrum. Während ihre Initiative am Damenflügel ins
Stocken geriet, schlug der gegnerische Königsflügelangriff durch.
Jürgen Wulf (5)
verpasste es, früh das Zentrum zu öffnen und fand sich stattdessen in einer geschlossenen
Stellung mit Vorteil für den Gegner wieder. Jürgen verteidigte sich lange, konnte die Niederlage
aber nicht abwenden.
Beim Stand von 1½:4½ war der Mannschaftskampf
entschieden, aber in den verbleibenden Partien wurde weiter gekämpft. Hans-Ulrich Östreicher (3)
musste sich über mehrere Stunden gegen das gegnerische Druckspiel verteidigen. Er fand aber
immer wieder eine Ressource, um seine Stellung zusammenzuhalten. Am Ende wurde er mit einem
Remis belohnt.
Die Saison endete dann noch mit einer Überraschung: Hans Bleecke (7) war
nach etwas übermotivierter Eröffnungsbehandlung schon früh in ein Endspiel mit Minusbauer
geraten. Gerade nachdem sein Gegner in eine klar gewonnene Stellung abwickeln konnte, gab dieser
die Partie Remis, weil er den Gewinnweg nicht fand.
Nach zwei Jahren in der Verbandsliga muss Markdorf 1 nun den Gang in die Landesliga antreten.
Aber ein Wiederaufstieg wird das klare Ziel für die kommende Saison sein.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 9.
Verbandsliga 2024/25: Niederlage gegen Pfullingen besiegelt Abstieg
29.3.2025 (dk)
Vor der 8.Runde in der Verbandsliga bestand für Markdorf 1 noch eine kleine theoretische Chance mit Siegen in den letzten beiden Runden den Klassenerhalt zu schaffen. Doch wie schon so oft in dieser Saison fehlte auch im Auswärtsmatch gegen Pfullingen etwas das Glück. Der Ausfall zweier Stammspieler machte die Aufgabe der Markdorfer auch nicht leichter. Pfullingen trat in Bestbesetzung an, da sie sich ebenso in großer Abstiegsgefahr befanden. Der Match gestaltete sich äußerst spannend und kämpferisch und die Markdorfer Ersatzspieler schlugen sich zunächst gut.
Die erste Partie endete an Brett 3 mit einem Remis. Robert Savic kam zwar mit der besseren
Bauernstellung aus der Eröffnung, aber sein Gegner kompensierte dies mit aktiven Figurenspiel.
An Brett 8 ging die Partie von Jose Bravo schließlich nach langem Kampf verloren. Mit
guter Eröffnungsvorbereitung erlangte Jose mit Schwarz eine ordentliche Stellung, die aber
zunächst nicht ganz einfach zu spielen war, da sein Gegner Entwicklungsvorsprung hatte. Jose
verteidigte sich aber lange sehr umsichtig und erst im Endspiel musste er sich nach einer
Ungenauigkeit geschlagen geben.
An Brett 7 konnte Markdorf dann ausgleichen. Thomas
Arnold kam zunächt mit Raumvorteil aus der Eröffnung heraus. Sein Gegner griff energisch das
Bauernzentrum an und es war für Thomas nicht einfach seine Bauern zu verteidigen. Doch dann
stellte er einfach einen der wichtigen Zentrumsbauern ein. Zu seinem Glück hatte er aufgrund
seiner aktiven Figuren gewisse Kompensation. Thomas warf dann mutig alles zum Angriff auf den
gegnerischen König nach vorne und opferte zwischendurch sogar einen ganzen Turm. Das Material
gewann Thomas schließlich mit Zinsen zurück und führte das Endspiel dann sicher zum Sieg.
Am Brett 6 ging dann Pfullingen wieder in Führung. Jürgen Wulf schien mit den Feinheiten der von
seinem Gegner gewählten Eröffnung nicht ganz so vertraut. Mit Schwarz landete Jürgen in einer
etwas passiven Stellug. In der Folge gelang es ihm aber, sich in ein durchaus haltbares Endspiel
zu flüchten. Doch dann übersah er in etwa ausgeglichener Stellug eine einfache Springergabel.
Jürgen verlor eine Qualität und das folgende Endspiel war dann trotz zäher Gegenwehr nicht mehr
zu halten.
Nach der Zeitkontrolle liefen immer noch vier Partien, was die kämpferische Einstellung der
Spieler in diesem Match verdeutlichte.
An Brett 1 hatte Dieter Knödler zwar einen
dauerhaften Raumvorteil, aber die gegnerische Stellung war sehr fest. Erst nach langem Lavieren
und einigen Ungenauigkeiten seines Gegners gewann Dieter einen Bauern. In der Folge konnte er
dann mit seinem Angriff auf den gegnerischen König weiteres Material und schließlich die Partie
gewinnen und damit Mannschaftskampf wieder ausgleichen.
An Brett 8 blieben am Ende einer
turbulent und spannend verlaufenen Partie nur die beiden Könige übrig. Nach der Eröffnung warf
Christian seine Bauern am Königsflügel voran, während sein Gegner das gleiche am Damenflügel
gegen Christians König versuchte. In dem packenden Wettrennen sah es zunächst so aus, als ob
Christian zuerst den gegenerischen König erlegen könnte. Doch das schwarze Gegenspiel kam gerade
noch rechtzeitig, um die Partie in eine Endspiel zu lenken. Im Turmendspiel musste der Gegner
dann seinen Turm für Christians letzten Bauern opfern. Aber der Gegner hatte selbst noch einen
letzten, weit vorgerückten Bauern, der vom eigenen König unterstützt wurde. So musste Christian
auch seinen Turm für diesen Bauern geben.
Unglücklich verlief die Partie an Brett 4.
Hans-Ulrich Östreicher kam mit Schwarz sehr gut ins Spiel. Seine Bauern auf der g- und f-Linie
sahen zunächst gefährlicher aus, als die gegnerischen auf d- und c-Linie. In der Folge unterlief
Hans-Ulrich dann ein Fehler, nachdem er einen Bauern verlor. Im Endspiel kämpfe Hans-Ulrich noch
lange und zäh, aber am Ende musste es sich doch geschlagen geben.
Beim Stande von 3:4
lief nun noch eine Partie. Nach der Eröffnung sah es an Brett 2 für Felix Andraschko recht
vielversprechend aus. Felix expandierte mit Schwarz recht zügig am Damenflügel, während das
gegnerische Gegenspiel am Königsflügel zunächst nicht in Gang zu kommen schien. Doch dann
stockte die Initiative von Felix am Damenflügel und er musste sich dem langsam entwickelnden
gegnerischen Gegenspiel am Königsflügel widmen. Kurz vor der Zeitkontrolle wurden viele Figuren
getauscht und nach der Zeitkontrolle entstand ein Endspiel mit Dame und je einer Leichtfigur auf
beiden Seiten. Der Gegner hatte allerdings noch einen gefährlichen Freibauern auf der d-Linie.
Felix konnte sich zwar an einigen gegnerischen Bauern bedienen, aber am Ende musste er sich mit
einem Dauerschach ins Remis flüchten.
Mit dieser knappen Niederlage ist der Abstieg für Markdorf 1 bereits vor der letzten Runde
besiegelt. Im Nachhinein gesehen, hätte auch ein Sieg den Markdorfern nicht mehr geholfen, denn
aufgrund der Ergebnisse der letzten Runden in den oberen Ligen ist mittlerweile klar, dass 4
Mannschaften aus der Verbansliga absteigen werden.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 8.
Verbandsliga 2024/25: Erwartete Niederlage gegen Ebersbach
16.3.2025 (dk)
In der 7.Runde stand für Markdorf 1 ein schweres Auswärtmatch gegen den Tabellenführer Ebersbach an. Zu allem Überfluss fielen bei Markdorf auch noch gleich drei Stammspieler aus, davon einer so kurzfristig, dass kein Ersatzspieler aufgeboten werden konnte. Die Markdorfer traten also mit einem Mann weniger in Ebersach an. Dafür schlugen sie die Markdorfer aber recht ordentlich und mit etwas mehr Glück hätte durchaus ein Punktgewinn drin sein können.
An Brett 3 akzeptierte Felix Andraschko nach kaum einer halben Stunde Spielzeit ein recht frühes
Remisangebot seines nominell stärkeren Gegners, der bisher in der aktuellen Saison alle Partien
gewonnen hatte.
Dann dauerte es einige Zeit bis zum nächsten Remis an Brett 5. Hier
konnte Zlakto Jurisic aus seinem Anzugsvorteil keine Profit schlagen.
Das nächste Remis
gab es an Brett 4. Robert Savic musste hier mit Schwarz sehr aufmerksam spielen, um nicht in
Nachteil zu geraten. Das Remisangebot seines Gegner nahm er dankend an.
An Brett 8 musste
Hans Bleecke im Turmendspiel schließlich die Segel streichen. Mit Schwarz musste auch er sehr
aufmerksam spielen, um nicht schnell in Nachteil zu geraten. Lange Zeit verteidigte er sich auch
gut, aber im Turmendspiel unterlief ihm ein Fehler, der zum Verlust der Partie führte.
Sehr unglücklich verlief die Partie an Brett 7. Marius Dohon wurde zwar von seinem Gegner mit
etwas ungewöhnlichen Eröffnungszügen überrascht, aber Marius reagierte hervorragend und kam
schnell in Vorteil. Im weiteren Verlauf verzettelte er sich aber, geriet in Zeitnot und verlor
seinen Vorteil wieder. In schwieriger Stellung überschritt er dann im 40. Zug die Bedenkzeit.
Der Mannschaftskampf war damit bereits verloren. Die Partie an Brett 6 endete dann auch
mit einem Remis. Hans-Ulrich Östreicher mußte hier mit Schwarz auch immer sehr aufmerksam
spielen.
Den Ehrenpunkt für Markdorf machte dann noch Dieter Knödler an Brett 1. Nach
ausgeglichener Eröffnung kam Dieter nach einem gegnerischen Fehler im Endspiel klar in Vorteil,
den er schließlich zum Sieg ausbauen konnte.
Markdorf 1 bleibt weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Doch die Mitabstiegskonkurrenten
verloren ebenso Punkte. So bleibt noch eine kleine Chance die Liga zu halten, sofern die letzten
beiden Matches gewonnen werden.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 7.
Verbandsliga 2024/25: Bittere Niederlage für Markdorf 1
16.2.2025 (dk)
Für Markdorf 1 war das Heimspiel gegen Mengen 1 eine der letzten Möglichkeiten sich vom Tabellenende zu lösen. Aber auch für die Gäste war es wichtig zu punkten, um nicht doch noch in den Abstiegstrudel gezogen zu werden. Beide Teams traten in Bestbesetzung an und alle Partien waren hart umkämpft. Nach etwa dreieinhalb Stunden Spielzeit waren 5 Partien beendet, alle mit Remis.
An Brett 2 kam Florian Gagel in einer ihm unkannten Variante bereits in der Eröffnung in
Schwierigkeiten. Florian komplizierte die Partie mit mutigem Spiel und kam im laufe der Partie
zwar immer besser ins Spiel, aber die Stellung war wohl immer noch ausgeglichen. Schließlich
einigten sich die Spieler auf ein Remis.
Felix Andraschko kam an Brett 3 hingegen mit
Schwarz gut aus der Eröffnung und konnte schnell ausgleichen. In der Folge gewann er zwar einen
Bauern, aber im Endspiel stellte er seinen Turm falsch auf, wonach die Partie nicht mehr für ihn
zu gewinnen war.
An Brett 4 einigten sich die Spieler mit beidseitig wenig Bedenkzeit
auch auf ein Remis. Rober Savic konnte aus der Eröffnung keinen Vorteil herausholen. In der
Folge musste er sogar aufmerksam spielen, um nicht in Nachteil zu geraten.
Zlatko Jurisic
kam an Brett 5 auch nicht über ein Remis hinaus. Mit Schwarz konnte er zwar ausgleichen, aber
mehr war auch nicht drin.
An Brett 8 konnte Jürgen Wulf mit Weiß aus der Eröffnung heraus
etwas Druck auf die gegnerische Stellung aufbauen. Seinem jungen Gegner gelang es aber durch
aufmerksames Spiel auszugleichen. Nachdem im Endspiel dann alle Schwerfiguren getauscht wurden,
entstand ein ausgeglichenes Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, das mit Remis endete.
Beim Stande von 2½:2½: liefen noch drei Partien.
An Brett 1 bot Dieter
Knödler erneut eine enttäuschende Leistung. Nach einem Fehler in der Eröffnung opferte Dieter
eine Qualität für Gegenspiel. Objektiv stand sein Gegner klar besser, aber die Stellung war für
einen Menschen schwierig zu spielen, weil seine Figuren recht unkoordiniert waren und sein König
in der Mitte verblieb. Nach einigen Ungenauigkeiten seines Gegners bekam Dieter dann tatsächlich
gute Chancen. Aber im entscheidenden Moment fand er nicht die richtige Fortsetzung. So konnte
sich der Gegner wieder konsolidieren und seinen Materialvorteil schließlich verwerten.
Dann besiegelte die Niederlage von Hans-Ulrich Östreicher an Brett 6 den Mannschaftskampf.
Hans-Ulrich kam nach einer Ungenauigkeit in der Eröffnung in eine schwierige Stellung. Nach
frühem Damentausch stand Hans-Ulrich passiv, ohne Chancen auf Gegenspiel. Sein Gegner
überstürzte nichts und baute seinen Vorteil langsam aber sicher aus. Nach der Zeitkontrolle war
die Stellung für Hans-Ulrich fast unhaltbar, aber er kürzte sein Leiden durch einen groben
Fehler ab.
Die letzte Partie von Christian Zdzuj an Brett 7 war damit für den Ausgang des
Mannschaftskampfes bedeutungslos geworden. Mit Schwarz konnte Christian schnell ausgleichen.
Dann lies sein Gegner einen rückstandigen Bauern auf c3 zu, den Christian in der Folge unter
Druck setzten konnte. Sein Gegner suchte zunächst Gegnenspiel am Königsflügel, aber diesen
konnte Christian einfach abfangen. Am Ende waren nur noch die Schwerfiguren auf dem Brett.
Christian hatte zwar immer noch Vorteil, aber angesichts des bereits verlorenen
Mannschaftskampfes gab er sich mit Remis zufrieden.
Mit dieser bitteren Niederlage bleibt Markdorf 1 weiterhin auf dem letzten Tabellenplatz. Es
gibt zwar noch theoretische Chancen die Liga zu halten, aber dazu ist eine deutliche
Leistungssteigerung und einiges Glück nötig.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 6.
Verbandsliga 2024/25: Am zweiten Advent brennt bereits der Baum
8.12.2024 (dk)
Markdorf konnte sein bestes Team aufbieten, wohingegen die Gäste ohne ihre nominelle Nummer 1
und 3 anreisten. Nominell waren die Chancen etwa ausgeglichen, aber der Heimvorteil schien für
die Markdorfer von Vorteil zu sein. Aber nach der ersten Stunde konnte man den Eindruck
gewinnen, dass die Gäste aufgeweckter und frischer waren.
An Brett 3 geriet Felix
Andraschko mit Schwarz nach einer Ungenauigkeit in eine schwierige Position. Anstelle seinen
temporär geopferten Bauern zurück zu gewinnen, musste er diesen nun dauerhaft opfern mit
zweifelhafter Kompensation. Etwas überraschend bot dann der Gegner ein Remis an, was Felix kaum
ablehnen konnte.
Hans-Ulrich Östreicher konnte an Brett 6 mit den weißen Figuren seinen
Gegner kaum vor ernsthafte Problem stellen. Hans-Ulrich versucht zwar die Partie kompliziert zu
halten, verbrauchte dabei aber auch viel Bedenkzeit und bot deshalb Remis an, was der Gegner
sofort annahm.
Auch an Brett 1 musste Dieter Knödler sich mit einem Remis zufrieden
geben. Mit Schwarz kam er zunächst ordentlich aus der Eröffnung heraus und versuchte dann die
Initive zu ergreifen. Auch Dieter verbrauchte viel Zeit und nach einer Ungenauigkeit hätte sein
Gegner sogar die bequemere Stellung erreichen können. Doch auch Dieters Remisangebot nahm der
Gegner sofort an, da die restlichen Partien zu diesem Zeitpunkt bereits sehr günstig für die
Gäste standen.
An Brett 7 kam auch Christian Zdzuj nach einer Ungenauigkeit unter Druck,
seine Stellung schient aber spielbar zu sein. Doch bei einer einfachen Taktik übersah Christian
einen gegnerischen Zug, nachdem er eine Figur verlor und die Partie aufgeben konnte.
Florian Gagel durfte an Brett 2 mit seinem Remis sehr zufrieden sein. Nachdem sein Gegner
Florians Angriffsversuche am Königsflügel im Keime erstickte, ging der Gegner am Damenflügel mit
seinen Bauern voran. Nun musste Florian aufmerksam spielen, um nicht in Nachteil zu geraten.
Auch hier akzeptierete der Gegner sein Remisangebot sofort.
An Brett 5 durfte auch Zaltko
Jurisic froh sein, noch mit einem Remis davon gekommen sein. Nach der Eröffnung geriet er in
eine passive Stellung ohne Aussicht auf Gegenspiel. Zlatko verteidigte sich aber zäh und trotz
langer Suche fand der Gegner kein Mittel das Bollwerk zu knacken.
An Brett 8 fiel dann
die endgültige Entscheidung über den Ausgang des Mannschaftskampfes. Jürgen Wulf opferte in der
Eröffnung mutig einen Bauern, in der Hoffnung die schlechte schwarze Königstellung trotz
Damentausches ausnutzen zu können. Sein Gegner verteidigte sich aber umsichtig, ohne dass Jürgen
wirkliche Kompensation finden konnte. Jürgen versuchte in der Folge seinen Mehrbauern am
Königsflügel zur Geltung zu bringen, aber als sein Gegner die Damenflügelmehrheit zum Laufen
brachte, wurde die Situation für Jürgen immer schwieriger. Schließlich musste er sich der
Bauernübermacht ergeben.
Die letzte Partie an Brett 4 war für den Ausgang des
Mannschaftskampfes damit bereits bedeutungslos geworden. Robert Savic sah sich bereits bereits
früh mit einem aktiven Figurenspiel seines Gegners konfrontiert. Obwohl alle Zentrumsbauern bald
vom Brett verschwanden, hatte Robert Mühe die Entwicklung abzuschließen. Schließlich verlor er
am Damenflügel einen Bauern, nachdem der gegnerische Figurendruck zu groß geworden war. Es
gelang ihm zwar noch in ein Turmendspiel abzuwickeln, aber nachdem der gegnerische König zu
seinen Bauern am Damenflügel vordringen konnte, war die Partie nicht mehr zu halten.
Nach
dieser deutlichen Niederlage bleibt Markdorf weiterhin mit nur einem Mannschaftspunkt auf dem
letzten Tabellenplatz. Obwohl noch fünf Runden zu spielen sind, steckt das Team bereits im
tiefen Abstiegsstrudel. Das einzig positive ist vielleicht, dass erst im nächsten Jahr die
nächste Runde ansteht. Mit guten Vorsätzen und etwas Taininig klappt es dann vielleicht doch
noch mit einigen Punkten.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 4.
Verbandsliga 2024/25: Weiterer Tiefschlag für Markdorf 1
21.11.2024 (dk)
Markdorf 1 musste zur 3.Runde in der Verbandsliga in die schöne Tübinger Altstadt reisen. Dort empfing das junge, mit vielen Talenten gespickte Team von Bebenhausen 2 die Markdorfer. Ausser an den ersten beiden Brettern waren die Gastgeber an allen anderen Brettern nominell leicht favorisiert. Nach dem Debakel gegen Balingen hatten sich die Markdorfer für dieses Match einiges vorgenommen. Doch das frühe Aufstehen und die lange Anfahrt schien bei einigen Spielern ihre Wirkung zu zeigen.
An Brett 8 versucht Jürgen Wulf mit Schwarz früh im Zentrum die Initiative zu ergreifen. Doch er
schien die weißen Gegenschancen gegen sein labiles Zentrum unterschätzt zu haben. Seine
ungedeckte Dame nutzte sein Gegner für eine taktische Kombination, die ihm am Ende eine
Mehrfigur bescherte. Doch beide Seiten übersahen in dieser Kombination einen überraschenden
Springerzug, nachdem sich Jürgen in ein etwas schlechteres, aber haltbares Endspiel hätte retten
können. So musste er früh die Segel streichen.
An Brett 7 hatte Christian Zdzuj nach
einem Fehler früh eine Figur verloren, kämpfte aber heroisch weiter. An den anderen Brettern sah
es auch nicht nach vielen Punkten aus.
An Brett 1 konnte Dieter Knödler mit Weiß zunächst
nicht viel aus der Eröffnung herausholen. Er hatte zwar die bequemere Stellung, aber objektiv
war die Partie ausgeglichen. Doch aus heiterem Himmel bot sich Dieter eine versteckte
Kombination, mit Springer- und Qualitätsopfer, an dessen Ende er das investierte Material mit
Zinsen zurück bekam. Nach 24 Zügen gab der Gegner frustriert auf.
Florian Gagel legte
seine Partie mit Schwarz an Brett 2 recht kämpferisch an. Er schob am Königsflügel und am
Damenflügel seine Bauern nach vorne, sein König blieb in der Mitte. Möglicherweise war dies
alles durchaus spielbar, aber nur mit präzisem Spiel. Und dies gelang Florian leider nicht ganz.
Nach einigen Ungenauigkeiten Florians gelang es seinem Gegner über die offenen Linien den
Todesstoß zu setzten.
An Brett 3 endete eine zähe Partie am Ende mit Remis. Felix
Andraschko hatte zwar Raumvorteil, aber sein erfahrener Gegner verteidigte sich geschickt. Felix
konnte aus seinem Raumvorteil leider keinen Nutzen ziehen, so dass die Partie friedlich endete.
Robert Savic kam an Brett 4 mit Schwarz zunächst gut aus den Startlöchern. Während er auf der
halboffenen c-Linie nach Angriff auf den weißen König suchte, strebte sein Gegner am
Königsflügel nach Initiative. Im Mittelspiel schätzte Robert die Stellung dann falsch ein und
tauschte seinen starken Springer gegen einen vermeintlich guten gegnerischen Läufer. Statt
dessen hätte er durch vorrücken seines a-Bauern gute Angriffschancen erhalten. So öffnete Robert
dem Gegner die f-Linie, die dieser in der Folge mit beiden Türmen besetzen konnte. Mit einem
sehenswerten Turmopfer und darauf folgenden Läuferopfer krönte der Gegner seinen Angriff und
zwang Robert zur Aufgabe.
An Brett 5 verlor dann Zlatko Jurisic. Mit Weiß legte er die
Partie recht passiv an. Nachdem einige Leichtfiguren getauscht waren, glaubte Zlatko aufgrund
ungleichfarbiger Läufer das Remis locker in der Tasche zu haben. Doch es waren noch alle
Schwerfiguren auf dem Brett und der Gegner nutzte seinen Raumvorteil geschickt für einen Angriff
auf Zlatkos König. Am Ende konnte Zlatko die Verteidigungsaufgabe nicht bewältigen. Damit war
auch der Mannschaftskampf bereits verloren.
Mittlerweile hatte Christian Zdzuj durch zähe
Verteidigung trotz einer Minusfigur wieder Remischancen, nachdem es ihm gelungen war, fast alle
gegnerischen Bauern zu eliminieren. Schließlich konnte er noch in ein Endspiel Turm + Springer
gegen Turm abwickeln. Der Gegner versuchte zwar noch 50 Züge lang mit der Mehrfigur zu gewinnen,
aber Christian wusste, wie dieses Endspiel Remis zu halten war.
Sehr unglücklich für
Markdorf endete dann noch die Partie an Brett 6. Hans-Ulrich Östreicher musste sich mit Schwarz
lange aufmerksam verteidigen. Nach einem gegnerischen Fehler gelang es ihm eine Qualität zu
gewinnen, aber der Gegner hatte einen starken gedeckten Freibauern. In der Folge gelang es
Hans-Ulrich die Damen zu tauschen und eine klar bessere Stellung zu erreichen. Mit einem
überhasteten Bauernvorstoß brachte er sich aber um die Früchte seines bisher ordentlichen
Spiels. Zu allem Überfluß patzte Hans-Ulrich dann noch und sein Gegner konnte mit seinem weit
vorgerückten Bauern die Partie noch für sich entscheiden.
Vielleicht fiel diese 2:6 Niederlage etwas zu hoch aus, aber der Sieg war für die Gastgeber
vollauf verdient. Markdorf 1 findet sich nach nur drei Runden auf dem letzten Tabellenplatz
wieder. Eine deutliche Leistungssteigerung in den folgende Runden ist nötig, um dem
Abstiegsstrudel zu entkommen.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 3.
Verbandsliga 2024/25: Markdorf 1 verliert mit desaströser Leistung
20.10.2024 (dk)
Nachdem Markdorf 1 sich in der ersten Runde der Verbandsliga ein beachtenswertes 4:4 gegen Langenau erkämpft hatte, schienen wohl die meisten Markdorfer mit einem leichten Sieg gegen Balingen 1 gerechnet zu haben. Doch im Gegensatz zur Auftaktrunde traten die Balinger mit ihrem stärkstem Team an. Bei Markdorf fiel zwar kurzfristig Felix Andraschko wegen Krankheit aus, aber trotzdem waren die Markdorfer nominell an fast allen Brettern besser.
An Brett 3 erreichte Robert Savic mit Schwarz schnell die bessere Stellung. Sein Gegner wehrte
sich aber zäh und Robert fand in der gegnerischen Stellung den Aus-Schalter leider nicht.
Schließlich hätte er sich mit einem Remis zufrieden geben müssen, aber dann übersah er auch noch
ein einfaches Damenopfer seines Gegners, nachdem er matt gesetzt wurde.
An Brett 6 wurde
Markdorf dann schon mit einem zweiten Genickschlag angezählt. Christian Zdzuj ging früh
aggressiv im Zentrum vor, hätte aber statt dessen vermutlich besser seine Entwicklung
abgeschlossen. Sein Gegner nutzte dies mit einem Gegenschlag im Zentrum aus, nachdem seine
Figuren plötzlich eine gefährliche Aktivität entfalteten. Es war bezeichnend, dass am Ende ein
Turm und Läufer von Christian gar nicht am Spiel teilgenommen hatten.
Hans-Ulrich
Östreicher kam an Brett 6 gut aus der Eröffnung heraus und ergiff bald die Initiative. Im
Mittelspiel gewann er zwar eine Qualität, musste dafür aber zwei Bauern geben und sein König
stand auch recht luftig. Am Ende konnten die Markdorfer hier mit einem Remis zufrieden sein.
Wichtig war der Anschlusstreffer von Zlatko Jurisic an Brett 6, denn an der Hälfte der
anderen Bretter standen die Markdorfer kritisch. Zlakto spielte mit Weiß sehr vorsichtig, hatte
aber immer leichten Vorteil. Sein Gegner schob die Bauern vor seinem König voran, wohl in der
Meinung einen Königsangriff aufziehen zu können. Aber damit entböste er nur seinen König und
Zlakto nutzte diese in der Folge zum Sieg aus.
An Brett 1 konnte Dieter Knödler mit etwas Glück dann zum 2½2½ Zwischenstand
ausgleichen. In einer bekannten Theorievariante opferte sein Gegner mit Weiß einen Bauern,
erhielt dafür langfristig Möglichkeiten für einen Königsangriff. Seine Gegner griff dann auch
verhement an, aber Dieter verteidigte zunächst solide. Schließlich patzte er, aber sein Gegner
fand in Zeitnot nicht die korrekte Fortsetzung, nach der Dieter höchstens noch ein Remis gehabt
hätte. So konnte Dieter den Angriff abwehren und am Ende mit zwei Mehrbauern im Endspiel
gewinnen.
Die Gäste gingen dann an Brett 2 wieder in Führung. Florian Gagel konnte mit
Weiß gar nichts aus der Eröffnung herausholen. Trotz frühem Damentausch fühlte sich sein König
in der Mitte recht unwohl. Sein Gegner nutzte dies sehr geschickt aus und Florian kam immer mehr
unter Druck. Am Ende verlor er nach einem groben Fehler.
An Brett 8 eröffnete Marius
Dohon zunächst solide. Doch plötzlich opferte er eine Figur für unklaren Königsangriff. Die
Verteidigung war zwar nicht einfach, aber der Gegner fand leider die einzigen Züge. Marius hatte
zwar etwas Kompensation, weil sich der gegnerische Damenflügel noch im Tiefschlaf befand. Dann
kam doch noch ein Fehler seines Gegners. Marius gewann die gegnerische Dame und hätte dann
mindestens ein Remis drin gehabt. Doch aufgrund des Mannschaftsspielstandes versuchte er zu
gewinnen und überzog die Partie dann noch.
Die letzte Partie an Brett 7 ging dann auch
noch an die Gäste. Jürgen Wulf kam mit Schwarz aus der Eröffnung heraus in eine schwierige
Stellung. Es grenzt fast an ein Wunder, dass Jürgen nicht schon früh im Königsangriff unter
ging. Mit zäher Verteidigung schleppte er die Stellung noch in ein Endspiel. Aber als es seinem
Gegner gelang in ein leicht gewonnenes Bauernendspiel abzuwickeln, musste Jürgen sich
schließlich geschlagen geben.
Diese Niederlage ist für die Markdorfer besonders bitter, denn Balingen ist ein direkter
Konkurrent im Abstiegskampf und hätte geschlagen werden müssen. So weht bereits nach der zweiten
Runde den Markdorfern ein ordentliches Abstiegslüftchen in die langen Gesichter.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 2.
Verbandsliga 2024/25: Markdorf 1 startet mit 4:4
21.09.2024 (dk)
Markdorf 1 hatte sich in der vorangegangenen Saison knapp in der Verbandsliga gehalten. Grund war die Einführung einer neuen Baden-Württemberg-Liga. Dadurch sind in den darunter liegenden Spielklassen weniger Mannschaften als sonst üblich abgestiegen, so auch in der Verbandsliga. Neue Mannschaften rückten aus den unteren Ligen in die Verbandsliga auf. Die Auftaktrunde in der Verbandsliga war deshalb eine erste Standardortbestimmung. Markdorf 1 musste auswärts gegen Langenau antreten, ein Team das in den vergangenen Jahren meist in der oberen Tabellenhälfte zu finden war. Markdorf 1 konnte fast in Bestbesetzung anreisen, nur an Brett 8 fehlte Jürgen Wulf. Für ihn kam der junge TJ Bischoff zu seinem ersten Einsatz für Markdorf 1. Bei Langenau fehlten gleich zwei Stammspieler, so daß die Chancen recht ausgeglichen waren.
An Brett 6 einigte sich Hans-Ulrich Östreicher mit seinem Gegner in einer ausgeglichenen Stellung auf ein Remis. Hans-Ulrich kam mit Schwarz ordentlich aus der Eröffnung, konnte in der Folge aber nicht mehr erreichen.
Einen für Markdorf schmeichelhaften Ausgang nahm die Partie an Brett 5. Zlatko Jurisic spielte mit Weiß etwas passiv, so daß sein Gegner leicht ausgleichen und ein solides Bauernzentrum aufbauen konnte. Nach einem Fehler von Zlatko hätte sein Gegner einen Bauern gewinnen können, ohne daß Zlatko Kompensation gehabt hätte. Doch sein Gegner übersah das und die Spieler einigten sich einige Züge später auch auf eine Remis,
An Brett 8 spielte TJ Bischoff eine ordentliche Partie gegen einen um mehr als 200 DZW stärkeren Gegner. Mit Schwarz kam TJ solide aus der Eröffnung heraus, musste jedoch aufmerksam die Angriffsversuche seinens Gegners am Königsflügel im Auge behalten. Im Endspiel verlor er dann zwar einen Bauer, erhielt aber aktive Figuren als Kompensation. Aus einem Doppelturmendspiel wickelte er in ein Bauernendspiel ab, weil er dabei seinen Bauern zurück erobern konnte. Das Bauernendspiel war bei korrektem Spiel wohl remis, aber nach einem unbedachtem Bauernzug verlor er die Königsopposition durch Zugzwang. Der gegnerische König konnte zum Damenflügel durchdringen und dort seine Bauern abräumen. Am Ende hatten beide Spieler zwar wieder eine Dame, aber sein Gegner zwei Bauern mehr. Dieses Endspiel war dann für TJ nicht mehr zu halten.
An Brett 4 erhöhte dann Langenau seine Führung bereits auf 3:1. Robert Savic sah sich mit einer Eröffnungsvariante konfontiert, die ihm nicht unbekannt war. Er wählte aber einen Plan, den er noch nie gespielt hatte, aber in einer Partie in der Markdorfer Klubmeisterschaft gesehen hatte. Im Mittelspiel verlor Robert aber den Faden und seinem Gegner gelang es einen gefährlichen Königsangriff aufzubauen. Um ein Matt zu verhindern musste Robert die Bauernstellung vor seinem König lockern. Dabei kam er vom Regen in die Traufe. Gerade als Robert glaubte noch eine Verteidigungsresource gefunden zu haben, machte sein Gegner dies mit einem überraschen Zug zunichte. Anschließend wurde Roberts Königstellung von einem Springeropfer zertrümmert.
An Brett 3 verkürzte Felix Andraschko mit einem Sieg die Langenauer Führung. Felix kam aus der Eröffnung mit einer leichten Initiative aus der Eröffnung heraus. Doch alles was er erreichen konnte war ein Übergang in ein Turmendspiel, bei dem er die bessere Bauernstellung hatte. Alles sah nach einem Remis aus, aber nach einigen gegnerischen Ungenauigkeiten hatte Felix plötzlich einen Bauern mehr und den gefährlicheren Freibauern. Diesen Vorteil verwertete er dann solide zu einem ganzen Punkt.
Den Ausgleich zum 3:3 brachte der Sieg von Dieter Knödler am Spitzenbrett. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung ergriff Dieter mit einem Bauernvorstoß am Königsflügel die Inititive. Sein Gegner geriet dann nach einigen Ungenauigkeiten schnell in eine schwierige Lage, insbesondere zwei seiner Leichtfiguren standen sich im Wege. Anstelle sich passiv und zäh zu verteidigen, suchte Dieters Gegner mit einem Bauernvorstoß am Damenflügel Gegenspiel. Dies beschleunigte aber nur seinen Untergang. Dieter konnte das Zentrum öffnen und mit einem Fesselungsmotiv eine Figur und die Partie gewinnen.
Kurz danach endeten die restlichen zwei Partien mit Remis. An Brett 2 hatte Florian Gagel mit Schwarz aber zwischendurch einige schwierige Momente zu überstehen. Nur mit sehr aufmerksamer Verteidigung gelang es ihm die Partie ausgeglichen zu gestalten.
An Brett 7 einigte sich dann auch Christian Zdzuj mit seinem Gegner auf eine Remis. Christian konnte mit Weiß nicht viel aus der Eröffnung heraus holen. Im Mittelspiel schien er die etwas besseren Chancen zu haben, doch seinem Gegner gelang es schließlich in eine ausgeglichenes Turmendspiel abzuwickeln.
Nach ungewöhnlich kurzer Matchdauer von kaum 4 Stunden Spielzeit war der 4:4 Endstand erreicht -
das gleiche Ergebnis wie im Vorjahr. Damit kann Markdorf 1 durchaus zufrieden sein, aber erst
die nächsten Matches werden zeigen, wie dieser Pubktgewinn einzuordnen ist.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 1.
Verbandsliga 2024/25: Mardorf 1 holt ein Unentschieden
19.1.2024 (dk)
In der ersten Saisonhälfte hatten die Markdorfer bisher wenig Glück. Im ersten Match des neuen Jahres hofften die Markdorfer nun auf frischen Wind. In Runde 5 stand ein Auswärtsmatch gegen Weiße Dame Ulm auf dem Programm. Beide Teams traten in Bestbesetzung an, was für die Gastgeber einen kleinen nominellen Vorteil bedeutete.
Mannschaftsführer Dieter Knödler bot an diesem Tag an Brett 1 leider eine klägliche Leistung.
Nach einer Eröffnungsungenauigkeit war er mit seiner Stellung gar nicht zufrieden und nahm
bereits nach 10 Zügen und gerade Mal einer knappen Stunde Spielzeit ein Remisangebot seines
Gegners an. Die übrigen Partien waren dafür wesentlich härter umkämpft.
An Brett 8
versuchte sich Jürgen Wulf mit Schwarz mal mit einer neuen Eröffnung. Sein Gegner blieb
unbeeindruckt und machte mit seinem Entwicklungsvorsprung einigen Druck. Doch Jürgen verteidigte
sich umsichtig. Als er seinen König endlich aus der Mitte evakuiert hatte, war die Stellung in
etwa ausgeglichen und die Spieler einigten sich mit beidseitig wenig Restbedenkzeit auf ein
Remis.
An Brett 2 musste sich Florian Gagel schließlich auch mit einem Remis zufrieden
geben. Nach einigen ungewöhnlichen Eröffnungszügen kam Florian gut ins Spiel. Schließlich gelang
es ihm die einzige offene Linie zu besetzen und sein Gegner legt mit seinen Figuren den
Rückwärtsgang ein. Doch dann brachte sich Florians Dame am Damenflügel selbst in eine Zwickmühle
und er musste eine Zugwiederholung zulassen.
An Brett 7 kam es dann kurz vor der
Zeitkontrolle zum ersten Rückschlag für die Markdorfer. Christian Zdzuj fasste in der Eröffnung
wohl einen etwas zweifelhaften Plan und verblieb mit einem Isolani. Aus einem taktischen
Geplänkel heraus sah sich Christian plötzlich von einem gegnerischen Freibauern auf der c-Linine
unter starken Druck gesetzt. Damentausch machte seine Situation aufgrund seiner
Grundlinienschwäche nicht besser. Als der Gegner dann auch noch seinen Springer als
Unterstützung für seinen Feibauern heranziehen konnte überschritt Christian in hoffnungsloser
Stellung die Zeit.
An Brett 4 kam dann der zweite Genickschlag. Robert Savic fand nach der Eröffnung keine
richtigen Plan. Auf den ersten Blick schienen seine Leichtfiguren aktiv die gegnerische Dame zu
jagen, aber schließlich wurden seine Figuren wieder zurück gedrängt. Nachdem Robert eine gute
Ausgleichsmöglichkeit verpasste, kam er immer mehr unter Druck. In Zeitnot ging es dann
plötzlich schnell bergab und Robert musste noch vor der Zeitkontrolle aufgeben. Nun stand es
bereits 3½:1½ für die Gastgeber. Doch in den restlichen drei Partien sah es
zumindest bei zwei Partien sehr günstig für die Markdorfer aus.
An Brett 5 kam Zlatko
Jurisic mit Raumvorteil aus der Eröffnung heraus. Er hatte zwar Schwierigkeiten mit seiner
Rochade, aber sein Gegner zog seine Kavallerie freiwillig zurück. Schließlich wurde sein Gegner
aktiv, aber das spielte nur Zlatko in die Hände. Nach Damentausch kamen seine Figuren sehr gut
ins Spiel. In schwieriger Stellung patzte der Gegner dann und gab eine Qualität für aktives
Figurenspiel. Doch Zlatko gab die Qualität zurück und hatte zwischenzeitlich drei Bauern mehr.
In Zeitnot stellte dann Zlatko eine Figur ein. Doch er hatte Glück im Unglück, denn die
gegnerischen Figuren standen so unkoodiniert, dass Zlatko nicht nur seine Figur zurück gewann,
sondern auch noch eine dazu. Mit Turm, Läufer und Randbauern gegen Turm hatte er dann keine Mühe
den vollen Punkt für Markdorf einzufahren.
An Brett 3 musste Felix Andraschko lange für
seinen halben Punkt kämpfen. Aus der Eröffnung kam er zwar mit Raumvorteil heraus, aber der
Gegner hatte sich in einer typischen Igelstellung elastisch aufgestellt. Felix versuchte die
Initiave zu ergreifen, sah aber zu spät, dass sein Plan ein Loch hatte. Dann musste er sehr
aufmerksam spielen, um nicht in Nachteil zu geraten. Schließlich mündete die Partie in ein
Endspiel mit je einem Turm und ungleichfarbigen Läufern. Der Gegner hatte den aktiveren König,
aber am Ende gelang es Felix seinen Läufer für die restlichen gegnerischen Bauern zu geben, die
Türme zu tauschen und so den Remishafen zu erreichen.
Die letzte Partie an Brett 6 war
nervenaufreibend. Hans-Ulrich kam mit Schwarz zunächst gut aus der Eröffnung heraus.
Zwischenzeitlich wurden seine Figuren etwas zurück gedrängt, nahmen aber stabile Positionan ein.
Die gegnerischen Leichtfiguren stand im Zentrum allerdings etwas wackelig. In Zeitnot verlor der
Gegner dann einen Bauern und in der Folge noch einen zweiten. Hier ließ Hans-Ulrich dann den
Übergang in ein Turmendspiel zu, in dem er nur noch einen Bauern mehr hatte. Beiden Seiten
unterliefen im Turmendspiel dann mehrere Fehler. Mal war die Stellung für Hans-Ulrich gewonnen,
mal wieder nur Remis. Für die Markdorfer und Ulmer Kiebitze war dies eine aufregende
Achterbahnfahrt. Am Ende machte der Gegner dann den letzten Fehler und Hans-Ulrich konnte das
Turmendspiel mit seinem h-Bauern dann doch noch gewinnen und damit den Endstand von 4:4 sicher
stellen.
Mit nun zwei Mannschaftspunkten bleibt Markdorf 1 zwar weiterhin auf dem letzten
Tabellenplatz, aber der Abstand zu den anderen Mannschaften ist etwas geschrumpft.
Verbandsliga Ergebnisse Runde 5.