Mannschaftsberichte

1. Mannschaft - Saison 2012/13

Landesliga 2012/13: Markdorf ist Meister

7.4.2013 (dk)

Mit einem souveränen 7:1 Sieg gegen PSV Ulm 2 sicherte sich die 1.Mannschaft des SK Markdorf die Meisterschaft in der Landesliga und steigt nach dem Abstieg in der Saison 2011/12 unmittelbar wieder in die Verbandsliga auf.

Die Schlussrunde der Landesliga Oberschwaben wartete in dieser Saison mit einem Novum auf:
Zum ersten Mal wurde die Schlussrunde zentral an einem Ort gespielt. In Obersulmetingen trafen sich die 10 Landesligamannschaften in historischem Ambiente, um ihren letzten Saisonkampf durchzuführen. War die Abstiegsfrage bereits vor der letzten Runde geklärt, so war die Aufstiegsfrage noch spannend. An der Tabellenspitze lagen Markdorf und Weiler mit jeweils 13 Mannschaftspunkten, wobei Weiler einen halben Brettpunkt mehr als Markdorf aufwies. Weiler musste in der letzten Runde aber noch gegen WD Ulm 2 spielen, die mit einem Sieg, bei gleichzeitigem Markdorfer Punktverlusten, ebenfalls noch Aufstiegschancen hatten. Die Markdorfer mussten deshalb um jeden Brettpunkt kämpfen.

Den Auftakt der Punktejagd machte Thomas Arnold an Brett 7. Nach frühem Damentausch in einer Grünfeld Indischen Partie verwertet Weiss seinen Raumvorteil technisch sauber.

Hans Ulrich Östreicher verteidigte sich an Brett 6 mit Schwarz ebenfalls mit Grünfeld Indisch. Hier opferte Weiss allerdings in der Eröffnung einen Bauern. Den Mehrbauern behauptete Hans-Ulrich umsichtig bis ins Endspiel, wo dieser schliesslich einen weiteren Punkt für Markdorf sicherte.

Jürgen Wulf hatte an Brett 8 mit Schwarz gegen einen "Orang-Utan" zu kämpfen. Jürgen hielt in klassischer Manier im Zentrum dagegen und entwickelte einfach seine Figuren. Wohl in Hoffnung auf Angriff am Königsflügel rochierte Weiss lang. Der König stand dort aber sehr unsicher, da Schwarz leicht Linien gegen den weissen König öffnen konnte. Das Ende lies dann auch nicht lange auf sich warten.

Ziemliches Glück hatte Christian Zdzuj an Brett 4. Mit Schwarz wählte er die Königsindische Verteidigung in der Weiss sich für die Sämisch Variante entschied. Christian war wohl mit den Feinheiten dieser Variante nicht so vertraut, denn Weiss drohte Schwarz nicht nur im Zentrum, sondern auch Königsflügel einzuschnüren. Schwarz versuchte sich mit einem sehr riskanten Bauernvorstoss nach f5 zu befreien, kam aber vom Regen in die Traufe. Weiss eroberte zwei Bauern, abe seine beiden Springer vergallopierten sich kurz vor der Zeitkontrolle. Durch die unglückliche weisse Figurenstellung gewann Schwarz zwar eine Figur, es verblieb aber zu wenig Material auf dem Brett zurück, so dass man sich auf ein Remis einigte.

An Brett 3 gelang es Zlatko Jurisic die anfänglichen stürmischen Angriffsbemühungen des Schwarzen zu zerschlagen. Die schwarzen Figuren wurden langsam zurückgedrängt und Weiss übernahm die Initiative. Mit dem letzten Zug vor der Zeitkontrolle beging Schwarz in schwieriger Stellung dann einen groben Fehler, der die Partie sofort zu gunsten von Markdorf bendete.

Mittlerweile spielte die Konkurrenz für Markdorf. Weiler führte zwar knapp gegen WD Ulm 2, aber bei den restlichen vier Partien war abzusehen, dass Weiler noch einige Brettpunkte mehr abgeben würde. Die Aussichten auf den Aufstieg standen für Markdorf ganz gut.

An Brett 2 hatte Johannes Schröder mit Schwarz lange Zeit eine etwas gedrückte Stellung. Weiss wusste allerdings nur wenig aus seinem Raumvorteil zu machen. Nach einem Übergang ins Turmendspiel spielte Hannes seine ganze Endspielroutine aus. Mit seinem König blockierte er einen scheinbar gefährlichen weissen Freibauern und mit dem Turm versuchte er die weissen Bauern von hinten anzugreifen. Bei richtiger Spielweise hätte Weiss wohl Remis halten können, aber mit unbegründeten Gewinnversuchen stürzte er sich in den Abgrund. Mit einer Durchbruchaktion verschaffte sich Schwarz frei Bahn für einen Bauern, der Weiss schliesslich zur Aufgabe zwang.

In einer Englischen Eröffnung erlangte Dieter Knödler an Brett 1 deutlichen Raumvorteil. Schwarz hatte zwar eine passive, aber solide Auffangstellung aufgebaut. Weiss versuchte mit Bauernvorstössen am Damenflügel Schwächen in der schwarzen Verteidung zu provozieren. Schwarz hielt lange Stand, aber kurz vor der Zeitkontrolle hatte Weiss schliesslich einigen Vorteil. Weiss übersah zwar einen einfachen Gewinn, aber die von Dieter gewählte Fortsetzung führte dann schliesslich auch zum Sieg.

Die letzte Partie spielte Robert Savic an Brett 5. Weiss spielte die Partie zu Beginn recht gut. Weiss hatte Raumvorteil und gut postierte Figuren. Schwarz sah sich zu einem zweifelhaften Gegenangriff genötigt. Irgendwie schien sich Robert verwirren zu lassen, Schwarz kam zu Gegenspiel und schliesslich musste Weiss ums Remis kämpfen. In einem Turmendspiel hatte Schwarz dann zwar einen Baurn mehr, dieser war aber nicht zu verwerten. Remis.

Mit diesem 7:1 Sieg war der Aufstieg durch die hohe Zahl an Brettpunkten gesichert. Da war es dann auch egal, dass Weiler schliesslich nur ein 4:4 gegen WD Ulm 2 erreichte.

Meister Landesliga 2012/13

Die Meistermannschaft der Landesliga 2012/13 (v.l.n.r):
Jürgen Wulf, Hans-Ulrich Östreicher, Robert Savic, Johannes Schröder, Zlatko Jurisic, Thomas Arnold, Dieter Knödler, Christian Zdzuj (Es fehlt Ersatzspieler Nikolaus Patzelt)

Alle Ergebnisse der Landesliga findet man auf den Seiten des SVW unter Landesliga Oberschwaben.